Tag des Artenschutzes am 3. März Diese heimischen Tierarten sind bedroht
Am 3. März ist der Welttag der Artenvielfalt. Wer jetzt an vom Aussterben bedrohte Amur-Tiger oder Nashörner denkt, liegt nicht falsch. Doch auch bei uns sind viele Tiere und Pflanzen gefährdet. Wir stellen einige vor.
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Foto Michael Kast
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Der Große Schillerfalter kommt in ganz Mitteleuropa sowie in Asien bis in den Nordosten Chinas und Koreas vor. Er bevorzugt lichte Auwälder und Laubmischwälder. Dort müssen auch Weiden wachsen, die als Futterpflanzen für die Raupen dienen. Erwachsene Schmetterlinge bevorzugen dagegen Aas und Kot. Steht in Deutschland auf der Roten Liste als stark gefährdete Art. Grund dafür ist vor allem der Verlust von Lebensraum sowie intensive Forstwirtschaft, hier besonders das Entfernen junger Weidenbüsche.
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Der größte europäische Käfer lebt in Süd-, Mittel- und Westeuropa, findet sich auch lokal in Kleinasien und Syrien. Er lebt in Obstwiesen und lichten Wäldern, mittlerweile auch in Gärten, Parks und Alleen. Der Hirschkäfer steht in Deutschland auf der Roten Liste als stark gefährdet. Grund ist vor allem der Verlust von Lebensraum, vor allem für Brutstätten.
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Die Schlingnatter ist in Europa weit verbreitet, teilweise bis Westasien. In Deutschland nicht flächendeckend vertreten, kommt aber oft in Weinanbaugebieten vor. Die Schlingnatter bevorzugt trockene und wärmere Lagen wie Mager- und Trockenrasen, warme Hanglagen, Trockenmauern und Geröllhalden. In vielen Ländern Europas steht sie auf der Roten Liste, in Deutschland ist sie eine streng zu schützende Art. Ist bedroht vor allem durch Zerstörung des Lebensraumes durch intensive Nutzung der Kulturlandschaft und falsch verstandenen Ordnungssinn, aber auch Flächenverbrauch, Einsatz von Pestiziden, getötet von frei laufenden Hunde und streunenden Katzen. Wird von Menschen oft mit der ebenfalls geschützten Kreuzotter verwechselt und getötet.
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Der Staunkauz kommt zwischen dem 22. und 51. nördlichen Breitengrad, von der Atlantikküste im Westen bis zum Nordosten Chinas, von kleinen Gebieten im Sudan und in Somalia im Süden bis nach Lettland und Dänemark im Norden vor. Die Eulenart bevorzugt offenes, reich strukturiertes Gelände und eine ganzjährig niedrige Vegetation. Der Steinkauz braucht ein großes Angebot an Bruthöhlen, Ausschaupunkten und Verstecken. In Mitteleuropa sind Streuobstwiesen und Weiden wichtige Lebensräume. In Mitteleuropa gibt es nur ein lückenhaftes Brutvorkommen. In Deutschland gibt es noch etwa 6000 Brutpaare, die Art steht auf der Roten Liste und gilt als stark gefährdet. Hauptgrund für die Gefährdung ist die Vernichtung von Lebensraum, etwa durch die Rodung von Streuobstwiesen oder Bauvorhaben in deren Nähe, Verlust extensiv genutzter Mähwiesen und Weiden oder der Sanierung alter Gemäuer.
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Der Kleine Feuerfalter kommt auf der gesamten Nordhalbkugel vor. Er kommt in verschiedenen Lebensräumen zurecht. Bevorzugt aber lockere und offen bewachsene Lebensräume. Kommt auf Brachen, in sandigen Gebieten und auch an Wegrändern vor. Der Kleine Feuerfalter ist aktuell nicht auf der Liste der gefährdeten Arten, wird aber im Bundesnaturschutzgesetz als besonders schützenswert geführt.
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Der Springfrosch kommt von Frankreich über Süddeutschland bis zum Schwarzen Meer vor, in Mitteleuropa stark verinselte Verbreitung. Er bevorzugt lichte und gewässerreiche Laubmischwälder. Er laicht in sehr kleinen Gewässern. Neben Fischen in Laichgewässern (Fressfeinde) ist die Art vor allem durch Vernichtung des Lebensraumes sowie Überfahren im dichten Straßennetz gefährdet. In der Schweiz stark gefährdet, in Österreich droht eine Gefährdung. In Deutschland nicht auf der Roten Liste, aber nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie und nach Bundesnaturschutzgesetz streng zu schützende Art.
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Der Seefrosch ist weit verbreitet zwischen Frankreich und Russland, dies jedoch lückenhaft. Er bevorzugt große, nährstoff- und vegetationsreiche Weiher, Seen und Fluss-Altarme. In Deutschland ist die Art vor allem in Flussniederungen weit verbreitet. Der Seefrosch ist besonders geschützt nach Bundesnaturschutzgesetz und Bundesartenschutzverordnung. Besonders geschützte Arten dürfen nicht gefangen, verletzt oder getötet werden. Der Rückgang von Altgewässern und die Verbauung von Flüssen und Flussauen können aber auch beim Seefrosch zu Rückgängen führen.
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Der Russische Bär, auch als Spanische Flagge bekannt, kommt in Süd- und Mitteleuropa, nach Norden hin bis zum Harz, nach Osten bis ins Baltikum vor. Besonders bekannt ist das Schmetterlingstal auf der griechischen Insel Rhodes, wo Millionen Exemplare leben. Der Nachtfalter bevorzugt halboffenes Gelände, etwa Fluss- und Bachränder, Trockenrasen, felsige Täler und Hänge. Die wichtigste Nahrungspflanze ist der Wasserdost. Er findet sich in Deutschland regional auf der Roten Liste der gefährdeten Arten und wird als prioritäre Art in der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU aufgeführt.