Vom Meistertitel 1992 bis zur Rettung 2022 Die emotionalsten Momente des VfB Stuttgart in 30 Jahren
Der VfB Stuttgart hat am letzten Spieltag den Verbleib in der Fußball-Bundesliga fix gemacht und damit große Emotionen geweckt. Wir erinnern an ähnlich bewegende Tage seit 1992.
23 Bilder
Foto Baumann/Hansjürgen Britsch
1 / 23
Omar Marmoush und andere VfB-Profis feiern mit den Fans den Nichtabstieg auf dem letzten Drücker mit dem Sieg über den 1. FC Köln.
Foto Baumann/
2 / 23
16. Mai 1992 – Leverkusen Letzter Spieltag, der VfB Stuttgart spielt bei Bayer Leverkusen und muss gewinnen, um die Chance auf den Titel zu wahren. In Unterzahl (Rot für Matthias Sammer) köpft Guido Buchwald (li.) in der 88. Minute das 2:1 – und weil Eintracht Frankfurt bei Hansa Rostock völlig unerwartet 1:2 verliert ist der VfB Meister. Die mitgereisten Fans konnten das Glück kaum fassen. Und die daheim ebenfalls nicht.
Foto imago /imago
3 / 23
Der Kapitän hat die Schale: Guido Buchwald feiert neben Bundestrainer Berti Vogts mit VfB-Keeper Eike Immel (re.) und Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder (leicht verdeckt).
Foto imago/
4 / 23
14. Juni 1997 – Berlin Der VfB trifft im DFB-Pokalfinale im Olympiastadion auf den krassen Außenseiter Energie Cottbus, den Meister der Regionalliga Nordost (damals dritte Liga). Die Stuttgarter setzen sich durch zwei Treffer von Giovane Elber (hi.) erwartungsgemäß durch – vielleicht ist auch deshalb die Freude über den Triumph nicht ganz so überschwänglich.
Foto Herbert Rudel
5 / 23
Und der junge Trainer Joachim Löw (damals 37) feiert seinen ersten großen Titel.
Foto imago/Rudel
6 / 23
Die Spielerfrauen jubeln unter den Fans auf der Tribüne des Olympiastadions.
Foto imago/imago
7 / 23
12. Mai 2001 – Stuttgart Der VfB kämpft die gesamte Saison schon gegen den Abstieg, Schalke 04 will an diesem Tag einen großen Schritt hin zur Meisterschaft machen – in der Nachspielzeit fällt der Ball vor die Füße von Krassimir Balakov, der zieht 18 Meter vor dem Tor ab. 1:0, das Stadion tobt, der VfB ist gerettet. „Für mich wäre es ein besseres Tor gewesen, wenn ich damit Meister geworden wäre“, stellt Balakov später fest.
Foto imago/imago
8 / 23
Der Torschütze und der erfolgreichen Feuerwehrmann Felix Magath (li.), der den VfB im Februar von Ralf Rangnick (zurückgetreten) übernommen hat. Der Trainer verkündet nach dem Spiel: „Ich werde in Zukunft keinen Retter mehr spielen.“ Dann ruft Balakov durch den Raum: „Er lügt!“ – und der Bulgare liegt richtig. 2011 muss er den VfL Wolfsburg vor dem Abstieg retten und aktuell hat er diese Aufgabe bei Hertha BSC inne, der Berliner Club trifft in der Relegation auf den Hamburger SV.
Foto imago /imago
9 / 23
1. Oktober 2003 – Stuttgart Der VfB trifft am zweiten Spieltag in der Champions League auf Manchester United – und entzaubert das Starensemble um Gary Neville, Ruud van Nistelrooy und Cristiano Ronaldo. 2:1 siegen die Stuttgarter durch Tore von Imre Szabics (vo.) und Kevin Kuranyi (li./mit Alexander Hleb) – die VfB-Fans unter den 50 348 Zuschauern sind selig vor Glück.
Foto imago/
10 / 23
Womöglich rührt die bis heute anhaltende Abneigung gegenüber Cristian Ronaldo (li./mit Timo Hildebrand) daher, dass der Stürmer einen Elfmeter mit einer Schwalbe provoziert, den Ruud van Nistelrooy verwandelt. Die Partie hätte auch 3:1 enden können, doch Fernando Meira verschießt in der 79. Minute einen Elfer für den VfB.
Foto Avanti/Ralf Poller
11 / 23
19. Mai 2007 – Stuttgart Wieder ein entscheidendes Match gegen Energie Cottbus, diesmal um die Meisterschaft. Gewinnt der VfB am letzten Spieltag, ist der Titel gebucht, ansonsten könnte Schalke 04 mit einem Sieg noch vorbeiziehen. Die Stuttgarter spannen die 56 000 Fans im Stadion wieder mal auf die Folter. 0:1 durch Radu (19.), der Ausgleich durch Thomas Hitzlsperger (27.) – und schließlich erzielt Sami Khedira (re.) per Kopf sein wichtigstes Tor für den VfB (63.). Es bleibt beim 2:1 – und wie schon 2001 hat der VfB den FC Schalke den Titel zerdeppert.
Foto imago/Robin Rudel
12 / 23
Und Kapitän Fernando Meira schreibt wenig später VfB-Geschichte, indem er die ihm überreichte Schale verkehrt herum in den Himmel stemmt. Das hat Guido Buchwald 1992 besser gemacht. Aber spielt es eine Rolle? Kaum.
Foto Baumann/Alexander Keppler
13 / 23
Die VfB-Fans dagegen wissen, wie man die Meisterschale hält, auch wenn sie lediglich aus Pappe ist.
Foto Baumann/Hansjürgen Britsch
14 / 23
Die Meister-Party wird mit den Fantastischen Vier gefeiert – Musiker Smudo mit den Fußballern Timo Hildebrand und Roberto Hilbert sowie seinem Bandkollegen Michi Beck (v. li.).
Foto Rudel/Robin Rudel
15 / 23
23. Mai 2015 – Paderborn Der VfB kämpft wieder nach einer scheußlich schlimmen Saison mal gegen den Abstieg und braucht einen Sieg beim Mit-Abstiegskonkurrenten SC Paderborn. Es ist wieder mal Drama pur. Natürlich führt der SCP früh durch Marc Vucinovic zum 1:0 (4.), Daniel Didavi gleicht immerhin noch vor der Pause aus (36.) – und schließlich gelingt Daniel Ginczek (re.) in der 72. Minute sein wichtigstes Tor im Stuttgarter Trikot. 2:1, Platz 14, dem Abstieg noch einmal entronnen.
Foto Rudel/Robin Rudel
16 / 23
Nach dem Schlusspfiff in Paderborn feiern die VfB-Profis im Gewühl. Feuerwehrmann Huub Stevens hat den VfB gerettet, „mir braucht trotzdem keiner ein Denkmal zu bauen“, sagt der Niederländer.
Foto Rudel/Robin Rudel
17 / 23
Und die Fans auf den Tribünen des Stadions ebenfalls im Gewühl.
Foto Baumann/Dennis Dürr
18 / 23
21. Mai 2017 – Stuttgart Es geht beim VfB auch mal ohne Drama. 372 Tage nach dem Sturz in die Zweitklassigkeit gelingt dem VfB der sofortige Wiederaufstieg mit einem ungefährdeten 4:1 über die Würzburger Kickers. Simon Terodde (li.) trifft gleich zweimal und wird Torschützenkönig der zweiten Liga. „Mein schönstes Erlebnis im Fußball war sicherlich der Aufstieg mit dem VfB Stuttgart“, sagt Terodde noch einige Jahre später.
Foto Baumann/Dennis Dürr
19 / 23
Nach dem Spiel stürmen die Fans den Platz und feiern gemeinsam mit den Profis (im Foto Alexandru Maxim) den Aufstieg.
Foto Baumann/Dennis Dürr
20 / 23
Auch Maskottchen Fritzle und Trainer Hannes Wolf freuten sich über die Zweitliga-Schale.
Foto Rudel/Robin Rudel
21 / 23
Und die Aufstiegs-Party wurde natürlich wieder mit den Fantastischen Vier und rund 100 000 Fans in der Stadt begangen.
Foto Baumann/Hansjürgen Britsch
22 / 23
21. Juni 2020 – Nürnberg Der Wiederaufstieg 2020 fällt in der Pandemie nicht ganz so emotional aus – aber was wäre wohl los gewesen, wenn VfB-Fans am vorletzten Spieltag im Nürnberger Stadion gewesen wären? Mit 6:0 fertigte das Team von Pellegrino Mattarazzo den Club ab und machte den direkten Wiederaufstieg zu 99,9999 Prozent sicher.
Foto Rudel/Herbert Rudel
23 / 23
Ein wenig Stimmung muss trotz Corona doch sein: Am Abend empfangen einige Fans die siegreichen VfB-Profis am Clubzentrum neben dem Stadion.