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  3. „In einem Krieg gibt es niemals Gewinner“

Umfrage unter Topsportlern aus der Region zur Russland-Frage „In einem Krieg gibt es niemals Gewinner“

Sieben Spitzensportler aus der Region, sieben Meinungen, eine klare Tendenz: Die Rückkehr der Athletinnen und Athleten aus Russland und Belarus in den Wettkampfsport wird nicht nur wegen des Angriffskrieges in der Ukraine sehr kritisch gesehen. Das IOC? Erntet Unverständnis.

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Will auch bei den Paralympics 2024 in Paris jubeln: Kugelstoßer Niko Kappel – was er und andere Topathleten aus der Region über die Sanktionen gegen russische Sportler denken, finden Sie in unserer Bildergalerie.
Foto Imago/Tilo Wiedensohler

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Will auch bei den Paralympics 2024 in Paris jubeln: Kugelstoßer Niko Kappel – was er und andere Topathleten aus der Region über die Sanktionen gegen russische Sportler denken, finden Sie in unserer Bildergalerie.
Karla Borger (34/Beachvolleyball), Vizeweltmeisterin 2013, EM-Dritte 2016, World-Tour-Finalsiegerin 2021, Präsidentin des Vereins Athleten Deutschland: „Ich bin sehr enttäuscht von der Empfehlung des IOC – auch wenn ich es nicht anders erwartet habe. Ich kann nicht nachvollziehen, wie sich das IOC glaubhaft für Frieden und Völkerverständigung als Grundwerte der olympischen Bewegung einsetzen will und gleichzeitig die Wiederzulassung russischer Sportlerinnen und Sportler zu einem Zeitpunkt empfiehlt, an dem Russland den Angriffskrieg mit unverminderter Härte weiterführt. Es gibt täglich ukrainische Opfer in der Zivilbevölkerung und der Athletenschaft. Das kann nicht richtig sein. Diese Entscheidung bringt die Aggressoren des Angriffskrieges zurück auf die Bühne des Weltsports. Das IOC nimmt zugleich billigend in Kauf, dass sich die Opfer – die ukrainischen Sportler – zurückziehen müssen. Denn genau das wird jetzt passieren. Es ist offensichtlich, dass russische Sportler auch als neutrale Athleten – willentlich und unwillentlich – für die Kriegspropaganda instrumentalisiert werden. Die Umsetzung der IOC-Empfehlungen liegt nun bei den internationalen Verbänden. Das IOC schiebt damit die Verantwortung von sich. Leider muss ich sagen, dass ich hier wenig Vertrauen habe, dass es zu guten, einheitlichen Regelungen kommen wird. Aktuell gibt es noch viele Unklarheiten und Schlupflöcher bezogen auf die IOC-Empfehlungen – auch wenn diese viele russische Sportler ausschließen dürften. Was droht, ist ein Flickenteppich an Lösungen. Auch wir deutschen Sportlerinnen und Sportler können in die Lage kommen, individuell abwägen zu müssen. Wir fordern, dass die internationalen und nationalen Verbände ihrer Fürsorgepflicht und ihrer Verantwortung nachkommen und sich schützend vor uns stellen. Ein Kollektivausschluss russischer Athleten ist trotz der IOC-Empfehlung nach wie vor für jeden Weltverband möglich. Das zeigt das Beispiel Leichtathletik.“
Foto Foto: Baumann

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Karla Borger (34/Beachvolleyball), Vizeweltmeisterin 2013, EM-Dritte 2016, World-Tour-Finalsiegerin 2021, Präsidentin des Vereins Athleten Deutschland: „Ich bin sehr enttäuscht von der Empfehlung des IOC – auch wenn ich es nicht anders erwartet habe. Ich kann nicht nachvollziehen, wie sich das IOC glaubhaft für Frieden und Völkerverständigung als Grundwerte der olympischen Bewegung einsetzen will und gleichzeitig die Wiederzulassung russischer Sportlerinnen und Sportler zu einem Zeitpunkt empfiehlt, an dem Russland den Angriffskrieg mit unverminderter Härte weiterführt. Es gibt täglich ukrainische Opfer in der Zivilbevölkerung und der Athletenschaft. Das kann nicht richtig sein. Diese Entscheidung bringt die Aggressoren des Angriffskrieges zurück auf die Bühne des Weltsports. Das IOC nimmt zugleich billigend in Kauf, dass sich die Opfer – die ukrainischen Sportler – zurückziehen müssen. Denn genau das wird jetzt passieren. Es ist offensichtlich, dass russische Sportler auch als neutrale Athleten – willentlich und unwillentlich – für die Kriegspropaganda instrumentalisiert werden. Die Umsetzung der IOC-Empfehlungen liegt nun bei den internationalen Verbänden. Das IOC schiebt damit die Verantwortung von sich. Leider muss ich sagen, dass ich hier wenig Vertrauen habe, dass es zu guten, einheitlichen Regelungen kommen wird. Aktuell gibt es noch viele Unklarheiten und Schlupflöcher bezogen auf die IOC-Empfehlungen – auch wenn diese viele russische Sportler ausschließen dürften. Was droht, ist ein Flickenteppich an Lösungen. Auch wir deutschen Sportlerinnen und Sportler können in die Lage kommen, individuell abwägen zu müssen. Wir fordern, dass die internationalen und nationalen Verbände ihrer Fürsorgepflicht und ihrer Verantwortung nachkommen und sich schützend vor uns stellen. Ein Kollektivausschluss russischer Athleten ist trotz der IOC-Empfehlung nach wie vor für jeden Weltverband möglich. Das zeigt das Beispiel Leichtathletik.“
Elisabeth Seitz (29/Turnen), WM-Dritte 2018 und Europameisterin 2020 am Stufenbarren, 29-malige deutsche Meisterin: „Selbstverständlich hat der Sport die Kraft, zu vereinen und zu verbinden. Allerdings kann und darf der Sport diesen Angriffskrieg in der Ukraine nicht einfach so hinnehmen, deshalb stehe ich der Wiederaufnahme russischer und belarussischer Athletinnen und Athleten sehr kritisch gegenüber. Ich kann und will mir nicht vorstellen, wie Athleten aus Russland im Wettkampf auf ukrainische Athleten treffen, deren Heimat zerstört worden ist und die alles verloren haben. Dieser Krieg ist ein viel zu extremes Szenario, um darüber hinwegzusehen. Dazu kommt, dass ich nicht verstehe, wieso das IOC Athleten aus Individualsportarten anders behandelt als Teamsportler, die ja grundsätzlich ausgeschlossen bleiben sollen. Mit Blick auf Paris 2024 befürchte ich, dass das IOC möglichst lange versucht, alles offenzulassen. Dabei wünschen sich viele Athleten, mit denen ich zu tun habe, dass das IOC eine klare Haltung gegen die Kriegsnation Russland zeigt.“
Foto Foto: Baumann

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Elisabeth Seitz (29/Turnen), WM-Dritte 2018 und Europameisterin 2020 am Stufenbarren, 29-malige deutsche Meisterin: „Selbstverständlich hat der Sport die Kraft, zu vereinen und zu verbinden. Allerdings kann und darf der Sport diesen Angriffskrieg in der Ukraine nicht einfach so hinnehmen, deshalb stehe ich der Wiederaufnahme russischer und belarussischer Athletinnen und Athleten sehr kritisch gegenüber. Ich kann und will mir nicht vorstellen, wie Athleten aus Russland im Wettkampf auf ukrainische Athleten treffen, deren Heimat zerstört worden ist und die alles verloren haben. Dieser Krieg ist ein viel zu extremes Szenario, um darüber hinwegzusehen. Dazu kommt, dass ich nicht verstehe, wieso das IOC Athleten aus Individualsportarten anders behandelt als Teamsportler, die ja grundsätzlich ausgeschlossen bleiben sollen. Mit Blick auf Paris 2024 befürchte ich, dass das IOC möglichst lange versucht, alles offenzulassen. Dabei wünschen sich viele Athleten, mit denen ich zu tun habe, dass das IOC eine klare Haltung gegen die Kriegsnation Russland zeigt.“
Niko Kappel (28/Para-Kugelstoßen), Paralympics-Sieger 2016, Weltmeister 2017, Weltrekordhalter: „Es ist noch nicht lange her, da habe ich mich auf die Paralympics 2024 in Paris richtig gefreut. Diese Vorfreude ist mir abhandengekommen, weil es leider um einen schlimmen Krieg und Politik geht, nicht mehr um Sport, der von den Mächtigen wieder nur benutzt wird. Die Kriterien, die sich das IOC für die Wiederzulassung russischer Athletinnen und Athleten ausgedacht hat, sind ja ganz nett, aber wer kontrolliert sie am Ende? Soll etwa der russische Staat mitteilen, welche seiner Sportler zum Militär gehören und welche nicht? Klar gibt es russische Athleten, die genervt sind von einem Krieg, für den sie nichts können. Für sie tut es mir leid, aber es kann derzeit einfach nicht funktionieren, russische und ukrainische Athleten im Wettkampf gegeneinander antreten zu lassen und zu sagen, dass der Sport vereint. Ich habe noch nie verstanden, weshalb Menschen Kriege führen, denn in einem Krieg gibt es niemals Gewinner! Schon allein deshalb fällt mir keine Rechtfertigung für die Rückkehr russischer und belarussischer Athleten in den Wettkampfsport ein.“
Foto Foto: Imago/Axel Kohring

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Niko Kappel (28/Para-Kugelstoßen), Paralympics-Sieger 2016, Weltmeister 2017, Weltrekordhalter: „Es ist noch nicht lange her, da habe ich mich auf die Paralympics 2024 in Paris richtig gefreut. Diese Vorfreude ist mir abhandengekommen, weil es leider um einen schlimmen Krieg und Politik geht, nicht mehr um Sport, der von den Mächtigen wieder nur benutzt wird. Die Kriterien, die sich das IOC für die Wiederzulassung russischer Athletinnen und Athleten ausgedacht hat, sind ja ganz nett, aber wer kontrolliert sie am Ende? Soll etwa der russische Staat mitteilen, welche seiner Sportler zum Militär gehören und welche nicht? Klar gibt es russische Athleten, die genervt sind von einem Krieg, für den sie nichts können. Für sie tut es mir leid, aber es kann derzeit einfach nicht funktionieren, russische und ukrainische Athleten im Wettkampf gegeneinander antreten zu lassen und zu sagen, dass der Sport vereint. Ich habe noch nie verstanden, weshalb Menschen Kriege führen, denn in einem Krieg gibt es niemals Gewinner! Schon allein deshalb fällt mir keine Rechtfertigung für die Rückkehr russischer und belarussischer Athleten in den Wettkampfsport ein.“
Fabian Heinle (28/Weitsprung), EM-Zweiter 2018 und viermaliger deutscher Meister: „Das ist eine ganz schwierige Frage. Wird die Sperre aufrechterhalten, tut man damit sicherlich einigen Athletinnen und Athleten Unrecht. Außerdem zeigen die vielen Sanktionen gegen Russland ja leider, zumindest was ein mögliches Ende des Angriffskrieges angeht, bisher keinerlei Wirkung. Trotzdem würde ich die Sportler aus Russland und Belarus gesperrt lassen, weil ich der Meinung bin, dass Olympische Spiele und andere Wettkämpfe nicht zu Propagandazwecken missbraucht werden dürfen. Dazu kommt, dass sich beim Thema Doping in Russland nichts verändert haben dürfte. Der Leichtathletik-Weltverband hat sich ja bereits gegen eine Wiederzulassung der sanktionierten Athleten ausgesprochen. Ich bin froh, einem Verband anzugehören, der eine strenge Linie fährt, die auch ich befürworte.“
Foto Foto: Imago/Markus Ulmer

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Fabian Heinle (28/Weitsprung), EM-Zweiter 2018 und viermaliger deutscher Meister: „Das ist eine ganz schwierige Frage. Wird die Sperre aufrechterhalten, tut man damit sicherlich einigen Athletinnen und Athleten Unrecht. Außerdem zeigen die vielen Sanktionen gegen Russland ja leider, zumindest was ein mögliches Ende des Angriffskrieges angeht, bisher keinerlei Wirkung. Trotzdem würde ich die Sportler aus Russland und Belarus gesperrt lassen, weil ich der Meinung bin, dass Olympische Spiele und andere Wettkämpfe nicht zu Propagandazwecken missbraucht werden dürfen. Dazu kommt, dass sich beim Thema Doping in Russland nichts verändert haben dürfte. Der Leichtathletik-Weltverband hat sich ja bereits gegen eine Wiederzulassung der sanktionierten Athleten ausgesprochen. Ich bin froh, einem Verband anzugehören, der eine strenge Linie fährt, die auch ich befürworte.“
Franziska Brauße (24/Bahnradsport), Olympiasiegerin, Welt- und Europameisterin mit dem Vierer, Welt- und Europameisterin in der Verfolgung: „Die Rückkehr der russischen und belarussischen Athletinnen und Athleten käme definitiv zu früh und würde die falschen Signale senden. Die Werte des Sports und der olympischen Bewegung – Achtung der Menschenrechte, Frieden, Völkerverständigung, Solidarität – sind aus meiner Sicht sehr wichtig. Als Athleten sind wir zugleich Repräsentanten unserer Nationen, und wenn Nationen die Werte des Sports nicht einhalten, muss man sich überlegen, ob deren Athleten am Weltsport teilnehmen dürfen. Meine Meinung ist klar: Solange Russland seinen Angriffskrieg fortsetzt, sollte man nicht darüber nachdenken, die Sportlerinnen und Sportler aus Russland und Belarus wieder einzugliedern.“
Foto Foto: Imago/Arne Mill

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Franziska Brauße (24/Bahnradsport), Olympiasiegerin, Welt- und Europameisterin mit dem Vierer, Welt- und Europameisterin in der Verfolgung: „Die Rückkehr der russischen und belarussischen Athletinnen und Athleten käme definitiv zu früh und würde die falschen Signale senden. Die Werte des Sports und der olympischen Bewegung – Achtung der Menschenrechte, Frieden, Völkerverständigung, Solidarität – sind aus meiner Sicht sehr wichtig. Als Athleten sind wir zugleich Repräsentanten unserer Nationen, und wenn Nationen die Werte des Sports nicht einhalten, muss man sich überlegen, ob deren Athleten am Weltsport teilnehmen dürfen. Meine Meinung ist klar: Solange Russland seinen Angriffskrieg fortsetzt, sollte man nicht darüber nachdenken, die Sportlerinnen und Sportler aus Russland und Belarus wieder einzugliedern.“
Jello Krahmer (27/Ringen), EM-Dritter 2020 und deutscher Meister 2022: „Wir haben zuletzt im Trainingslager des Nationalteams viel über das Thema gesprochen. Wenn Russland für sein staatlich gelenktes Dopingsystem richtig bestraft worden wäre, würde sich jetzt die Frage nach der Rückkehr der Athleten und Athletinnen gar nicht stellen. Was die Sanktionen wegen des Angriffskrieges angeht, bin ich gespalten: Ich kann der Argumentation, dass der Sport die Kraft hat, Völker im friedlichen Wettstreit zu vereinen, durchaus etwas abgewinnen. Dazu kommt, dass russische Athleten, die den Krieg ablehnen, sich ja nicht einfach öffentlich äußern können. Andererseits würde der russische Staat, der sich nicht um das Völkerrecht schert, den Sport ganz sicher zu Propagandazwecken missbrauchen. Deshalb würde ich mich in diesem Fall, trotz meiner Zweifel, nicht für den Angeklagten entscheiden – und die russischen Athleten noch nicht wieder antreten lassen.“
Foto Foto: Imago/Kadi Caliskan

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Jello Krahmer (27/Ringen), EM-Dritter 2020 und deutscher Meister 2022: „Wir haben zuletzt im Trainingslager des Nationalteams viel über das Thema gesprochen. Wenn Russland für sein staatlich gelenktes Dopingsystem richtig bestraft worden wäre, würde sich jetzt die Frage nach der Rückkehr der Athleten und Athletinnen gar nicht stellen. Was die Sanktionen wegen des Angriffskrieges angeht, bin ich gespalten: Ich kann der Argumentation, dass der Sport die Kraft hat, Völker im friedlichen Wettstreit zu vereinen, durchaus etwas abgewinnen. Dazu kommt, dass russische Athleten, die den Krieg ablehnen, sich ja nicht einfach öffentlich äußern können. Andererseits würde der russische Staat, der sich nicht um das Völkerrecht schert, den Sport ganz sicher zu Propagandazwecken missbrauchen. Deshalb würde ich mich in diesem Fall, trotz meiner Zweifel, nicht für den Angeklagten entscheiden – und die russischen Athleten noch nicht wieder antreten lassen.“
Marie-Laurence Jungfleisch (32/Hochsprung), EM-Dritte 2018 und 13-malige deutsche Meisterin: „Ich komme gerade aus dem Trainingslager in Südafrika, habe mich zuletzt mit der politischen Frage nicht mehr intensiv beschäftigt. Klar ist für mich allerdings, dass der Ausschluss der Athletinnen und Athleten aus Russland richtig ist. Zum einen, weil bei einer Wiederzulassung die automatische Reaktion der Ukraine wäre, die Wettkämpfe, an denen Russen teilnehmen, zu boykottieren. Und das kann niemand wollen. Zum anderen beschäftigt uns in der Leichtathletik das staatlich gelenkte Dopingsystem in Russland bereits seit 2016 – und ich glaube nicht, dass sich im russischen Sport seither etwas verändert hat. Schon von daher bin ich gegen eine Rückkehr, auch wenn es vor allem für Nachwuchsathleten hart ist, aufgrund der Geschichte derzeit keine Perspektive zu haben.“
Foto Foto: Imago/Sven Simon

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Marie-Laurence Jungfleisch (32/Hochsprung), EM-Dritte 2018 und 13-malige deutsche Meisterin: „Ich komme gerade aus dem Trainingslager in Südafrika, habe mich zuletzt mit der politischen Frage nicht mehr intensiv beschäftigt. Klar ist für mich allerdings, dass der Ausschluss der Athletinnen und Athleten aus Russland richtig ist. Zum einen, weil bei einer Wiederzulassung die automatische Reaktion der Ukraine wäre, die Wettkämpfe, an denen Russen teilnehmen, zu boykottieren. Und das kann niemand wollen. Zum anderen beschäftigt uns in der Leichtathletik das staatlich gelenkte Dopingsystem in Russland bereits seit 2016 – und ich glaube nicht, dass sich im russischen Sport seither etwas verändert hat. Schon von daher bin ich gegen eine Rückkehr, auch wenn es vor allem für Nachwuchsathleten hart ist, aufgrund der Geschichte derzeit keine Perspektive zu haben.“
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