VfB-Gegner SV Wehen Wiesbaden im Porträt Geisterspiel beim Aufsteiger
Abstiegskandidat empfängt Aufstiegsanwärter – das könnte die Schlagzeile sein, wenn VfB Stuttgart am Sonntag (13.30 Uhr) beim SV Wehen Wiesbaden antritt. Es steht jedoch anderes im Fokus, was auch unserer Bilderstrecke zu entnehmen ist: Das erste Zweitliga-Geisterspiel nach zwei Monaten Zwangspause.
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Sturzflug: Der VfB hat das Hinspiel im Oktober gegen Aufsteiger SV Wehen Wiesbaden verloren.
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Der Verein – Am 28. Mai des vergangenen Jahres hat der SV Wehen Wiesbaden gefeiert - den größten Erfolg in der jüngeren Vergangenheit. In der Relegation hat sich der Club gegen den FC Ingolstadt durchgesetzt und ist nach zehn Jahren wieder in die zweite Bundesliga aufgestiegen. Der SV Wehen Wiesbaden ist der Name, unter dem seit 2007 die Fußballabteilung des SV Wehen 1926-Taunusstein e. V. antritt. Die Fußballabteilung ist seit Juli 2008 in die SV Wehen 1926 Wiesbaden GmbH mit Sitz in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden ausgegliedert.
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Das Stadion – Dass die Brita-Arena nur über rund 12 500 Plätze verfügt, spielt am Sonntag keine Rolle. In Zeiten von Geisterspielen in der Corona-Krise gibt es auch in kleinen Stadien weder einen Vorteil für die einen kräftigen Gegenwind gewohnten Gästespieler, noch einen Heimvorteil. Dafür kann ungestört gebaut werden. Ende 2020 soll die neue Westtribüne fertig sein und notwendige Kapazitäten schaffen. 15 000 Plätze sind für die zweite Liga gefordert.
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Der Neustart – Den Testlauf im leeren Stadion hat der SV Wehen Wiesbaden am vergangenen Samstag absolviert und Geisterspiel-Atmosphäre geschnuppert. Schon die ursprünglich für den 15. März angesetzte Begegnung gegen den VfB Stuttgart hätte vor leeren Rängen stattgefunden und wurde dann doch noch abgesagt. Und eine zweiwöchige Quarantäne haben Mannschaft und Trainer auch bereits hinter sich, da Jungprofi Tobias Mißner im März positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Für den Aufsteiger gilt es schnell zur Form vor der Saisonaussetzung zurückzufinden. Der 6:2-Auswärtssieg beim VfL Osnabrück war das letzte positive Zeichen im Kampf um den Verbleib in der zweiten Liga, das der Tabellen-16. nach zähem Saisonstart mit sieben Niederlagen gesetzt hatte.
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Das Hinspiel – Die Erinnerung an das Hinspiel dürfte die Stuttgarter auch nach einem halben Jahr noch schmerzen. Gegen den Aufsteiger setzte es nicht nur eine bittere 1:2-Heimniederlage für den VfB, sondern es verletzten sich auch noch Daniel Didavi und Borna Sosa schwer. Wiesbadens Doppeltorschütze Manuel Schäffler profitierte zweimal von schweren Abwehrfehlern der Stuttgarter.
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Der Trainer – Rüdiger Rehm begann seine Trainerlaufbahn 2008 bei der SG Sonnenhof Großaspach mit der er 2014 in die dritte Liga aufstieg, wechselte 2016 zu Arminia Bielefeld und nach seiner Entlassung 2017 zum damaligen Drittligisten SC Wehen Wiesbaden. Seine Profikarriere begann der Abwehrspieler 1997 beim SV Waldhof Mannheim, wo er bis 2011 blieb. Danach spielte er je ein Jahr für die Zweitligisten 1. FC Saarbrücken und SSV Reutlingen 05, mit denen er jeweils in die Regionalliga abstieg, und je zwei Jahre beim FC Erzgebirge Aue und den Kickers Offenbach. Rehm bestritt im Laufe seiner Karriere 188 Zweitligaspiele. Er wurde in der zweiten Liga neunmal vom Platz gestellt und hält damit zusammen mit Willi Landgraf den Rekord an Platzverweisen. Der Vertrag des 40-Jährigen läuft noch bis 2021.
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Der Torjäger – Manuel Schäffler hat nicht nur im Hinspiel beide Tore zum 2:1-Erfolg des Aufsteigers erzielt, sondern traf in dieser Saison bereits 15 Mal. Der 31-Jährige steht seit Juni 2016 im Aufgebot des SV Wehen Wiesbaden, für den er in der dritten Liga 104 Mal auflief. Für den TSV 1860 München, MSV Duisburg und den FC Ingolstadt 04 spielte er davor 119 Mal in der zweiten Liga. Seit vier Jahren pflegt Schäffler eine zweite Leidenschaft. Er malt. „Ich brauche einen Ausgleich, etwas, woran ich Spaß habe. Dann läuft auch der Fußball besser“, sagt der Bayer.
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Torhüter - Die schwere Verletzung (Sehnenriss) von Torhüter Jan-Christoph Bartels und der Ausfall zuvor von Arthur Lyska machten eine Neuverpflichtung notwendig. In Heinz Lindner (Foto) wurde der SV fündig, der 29-Jahre alte, 28-fache österreichische Nationalspieler stand bis vergangenen Sommer beim Grasshopper Club Zürich unter Vertrag, zuvor spielte er für Eintracht Frankfurt und Austria Wien. Sein erstes Spiel für den SVWW bestritt er in Stuttgart.