Zum 100. Geburtstag von Helmut Schmidt Und der Kanzler langweilte sich sehr
Helmut Schmidt würde am 23. Dezember seinen 100. Geburtstag feiern. Unsere Kolumnistin Sibylle Krause-Burger hat die erste Biografie über den SPD-Politiker geschrieben und ihn beim Regieren und auf Reisen begleitet. Erlebnisse mit einem Schwierigen.
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Die Autorin 1982 im Gespräch mit dem Kanzler für das Fernsehen des Südwestfunks.
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Geboren wurde Helmut Schmidt am 23. Dezember 1918 in Hamburg. Das Bild zeigt ihn (r.) mit Klassenkameraden im Jahr 1928. Seine politische Laufbahn begann er 1945 – nach seiner Entlassung aus britischer Kriegsgefangenschaft – bei den Sozialdemokraten.
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Als Abgeordneter saß Schmidt von 1953 bis 1962 und von 1965 bis 1987 für die SPD im Bundestag. Von 1961 bis 1965 war er Innensenator in Hamburg. Auf dem Foto aus dem Jahr 1962 verleiht er Soldaten als Dank für ihren Einsatz während der Hamburger Flutkatastrophe Medaillen.
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Von 1968 bis 1984 war Schmidt stellvertretender SPD-Bundesvorsitzender, 1969 berief ihn der damalige Bundeskanzler Willy Brandt (SPD) zum Verteidigungsminister. Nach dem Rücktritt von Karl Schiller übernahm er 1972 das Amt des Finanz- und Wirtschaftsministers, nach der Bundestagswahl im selben Jahr wurde er Finanzminister. Auf dem Foto ist Helmut Schmidt mit seiner Frau Loki im Jahr 1974 zu sehen.
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Nach dem Rücktritt von Bundeskanzler Willy Brandt wurde Schmidt am 16. Mai 1974 vom Bundestag zu seinem Nachfolger gewählt. Er hatte das Amt bis 1982 inne (Wiederwahl 1976). Im Bild: Helmut Schmidt (r.) mit Oskar Lafontaine im Jahr 1982.
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Schmidt hatte es während seiner Amtszeit mit vielen unterschiedlichen Themen zu tun: Weltwirtschaftskrise, RAF-Terror, NATO-Doppelbeschluss. Auf dem Foto: Schmidt bei seiner Fernseherklärung zur Entführung des Arbeitgeber-Präsidenten Hanns Martin Schleyer im Jahr 1977.
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1978 empfing er die britische Queen im Palais Schaumburg in Bonn.
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Nachdem die sozialliberale Regierungskoalition im Spätsommer 1982 gescheitert war, wurde Schmidt am 1. Oktober 1982 durch ein konstruktives Misstrauensvotum gestürzt. Helmut Kohl wurde mit den Stimmen von CDU, CSU und der Mehrheit der FDP zu Schmidts Nachfolger gewählt.
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Schmidts Markenzeichen war und blieb immer der Glimmstängel. Schmidt war Kettenraucher...
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... und qualmte auch bei Auftritten im Fernsehen. Er bevorzugte Menthol-Zigaretten, davon soll er rund zwei Schachteln täglich geraucht haben.
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2010 starb Schmidts Ehefrau Loki Schmidt. Die beiden waren 68 Jahre lang verheiratet.
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Zwei Jahre nach dem Tod seiner Frau stellte Schmidt Ruth Loah, eine langjährige Mitarbeiterin, als seine neue Lebensgefährtin vor.
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Gemeinsam mit ihr nahm er im April 2013 an der Verleihung des Hanns Martin Schleyer Preises in Stuttgart teil.
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Helmut Schmidt, Valéry Giscard d’Estaing und Hans-Eberhard Schleyer (von links) bei der Verleihung des Hanns Martin Schleyer Preises in Stuttgart.
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Anlässlich des 95. Geburtstags Helmut Schmidts hat Bundespräsident Gauck den Altkanzler ins Schloss Bellevue eingeladen. Mit dabei First Lady Daniela Schadt, Schmidts Lebensgefährtin Ruth Loah und der ehemalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker, der im Januar 2015 verstorben ist.
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Am 28. Oktober 2014 spricht Helmut Schmidt bei der Trauerfeier für den verstorbenen Schriftsteller Siegfried Lenz in der Hauptkirche Sankt Michaelis in Hamburg. Es ist einer seiner letzten öffentlichen Auftritte.