1. Bundesliga Freiburg rutscht auf Platz acht, Leverkusen immer tiefer in die Krise

Die Freiburger freuen sich über einen 2:1 Sieg gegen Bayer Leverkusen. Foto: AFP/THILO SCHMUELGEN
Die Freiburger freuen sich über einen 2:1 Sieg gegen Bayer Leverkusen. Foto: AFP/THILO SCHMUELGEN

Bayer Leverkusen kommt nicht aus der Krise. Nach dem Aus in DFB- und Europapokal rücken mit dem 1:2 gegen den SC Freiburg auch in der Fußball-Bundesliga die Top-Teams aus dem Blick.

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Leverkusen - Bayer Leverkusen verliert die Champions-League-Plätze aus den Augen und rutscht immer tiefer in die Krise. Die Mannschaft von Trainer Peter Bosz unterlag dem SC Freiburg drei Tage nach dem frühzeitigen Aus in der Europa League nach einer erneut enttäuschenden Vorstellung mit 1:2 (0:0). Von der Königsklasse ist die Werkself als Sechster fünf Punkte entfernt. 

Auch die Europa-League-Qualifikation gerät für Bayer nach dem dritten Ligaspiel ohne Sieg in Folge immer mehr in Gefahr. Der Druck auf Bosz nach nur drei Siegen aus 14 Pflichtspielen 2021 wächst.

Freiburg rutscht auf Platz acht

Freiburg zog durch die Treffer von Ermedin Demirovic (50.) und Lucas Höler (61.) am VfB Stuttgart und Borussia Mönchengladbach vorbei auf Platz acht. Leon Bailey (70.) gelang der Anschlusstreffer. „Wir hatten in der ersten Halbzeit ein bisschen Glück, dann haben wir uns vorgenommen, Bayer unser Spiel aufzuzwingen“, sagte Höler bei Sky. „Dann waren wir eiskalt vorne.“

Bosz hatte vor der Partie wie erwartet auf der Torhüterposition reagiert. Der Niederländer ersetzte Ersatztorhüter Niklas Lomb nach dessen schweren Patzern gegen die Young Boys Bern und den FC Augsburg durch U21-Nationaltorwart Lennart Grill, der sein Bundesligadebüt feierte. „Der Druck war sehr, sehr groß. Und wir haben nun mal einen Torhüter, der in der U21-Nationalmannschaft im Tor steht“, sagte Bosz bei Sky.

Spiel begann gut für Leverkusen

Leverkusen, von Bosz auf fünf weiteren Positionen umgestellt, begann gut. Bailey (10.) mit einem Schlenzer und Alario Augenblicke später mit einem druckvollen Kopfball zwangen Freiburgs Keeper Florian Müller jeweils zu Flugeinlagen.

Es entwickelte sich zunächst das erwartete Bild in der BayArena. Freiburg verteidigte tief in einem gut gestaffelten 4-4-2-System, Leverkusen fand wie bereits so häufig in dieser Spielzeit wenig Lösungen. Einzig Startelfdebütant Demarai Gray schaffte es, sich zweimal durchzusetzen - Müller war zur Stelle.

Florian Wirtz und Nadiem Amiri enttäuschen erneut

Erneut enttäuschten Jungstar Florian Wirtz und Nadiem Amiri bei Bayer als Spielgestalter. Seit Wochen sind beide weit von ihrer Bestform entfernt. Zu allem Überfluss musste Bosz kurz vor der Pause Neuzugang Timothy Fosu-Mensah auswechseln, der im Rasen hängengeblieben war und sich dabei das Knie verdrehte. Er wurde zum Check ins Krankenhaus gefahren. Kurz darauf musste Grill zum ersten Mal beim Kopfball von Demirovic eingreifen.

Nach dem Seitenwechsel stand Demirovic nach Vorarbeit Hölers völlig frei und schob den Ball am machtlosen Grill vorbei ins Tor. Ebenso Höler, der den nächsten Blackout in der Leverkusener Verteidigung eiskalt ausnutzte.

Bailey sorgte aus dem Nichts in der Schlussphase noch einmal für Hoffnung für die Gastgeber, nachdem er Lukas Kübler mit einer Körpertäuschung stehen gelassen hatte.




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