1. FC Heidenheim Statt Verbandsliga – klare Tendenz zum Start in U-21-Nachwuchsliga

Patrick Mayer wird die U 21 des 1. FC Heidenheim trainieren. Foto: Baumann

In der Oberliga darf der 1. FC Heidenheim mit seiner U 21 nicht starten, nun tendiert der Bundesligist dazu, statt in der Verbandsliga an der neuen U-21-Liga teilzunehmen.

Sport: Jürgen Frey (jüf)

Zumindest die ambitionierten Verbandsligisten werden aufatmen, da ein potenzieller Aufstiegskonkurrent wohl wegfällt. Denn wie es aussieht, wird der 1. FC Heidenheim mit seiner künftigen U 21 in der kommenden Saison nicht am Spielbetrieb der höchsten württembergischen Spielklasse teilnehmen. Stattdessen tendiert der FCH eindeutig dazu, in der geplanten U-21-Liga an den Start zu gehen.

 

Oberliga-Start verweigert

„Die Tendenz geht dahin, dass wir sehr wahrscheinlich in der neu geschaffenen U-21-Liga starten“, zitiert die „Heidenheimer Zeitung“ die Aussage des Vorstandsvorsitzenden Holger Sanwald bei einer Veranstaltung im Vereinsheim des RSV Heuchlingen in der vergangenen Woche. Den Antrag des FCH, mit der U 21 in der Oberliga anzutreten, hatte die Gesellschafterversammlung der OLBW gGmbH, Trägergesellschaft der Oberligen Baden-Württemberg, abgelehnt.

Die Verbandsliga (sechste Liga) wäre die Alternative für eine Teilnahme am Regelspielbetrieb gewesen. „Dort ist es aber nicht erlaubt, Spieler des jüngeren Jahrgangs der A-Jugend und abwärts einzusetzen“, nennt Sanwald ein Hauptargument gegen diese Spielklasse.

FCH-Vorstandschef Holger Sanwald hat die Teilnahme an der U-21-Liga im Visier. Foto: IMAGO/Eibner

Jetzt also die U-21-Liga, die aber wohl maximal sechs Spiele pro Halbserie vorsieht. „Ganz final beschlossen ist unser Start noch nicht, aber da wird die Reise wohl hingehen“, so Sanwald. Die Teilnahme an der neuen U-21-Liga ist für die 36 Profi-Clubs der Bundesliga und zweiten Liga freiwillig und soll das bestehende Ligensystem ergänzen, ohne dass zweite Mannschaften ausgegliedert werden. Bereits bestehende U-21-Teams werden also auch weiterhin in ihren „regulären“ Ligen antreten. Wie zum Beispiel der VfB Stuttgart II in der dritten Liga.

Die Altersuntergrenze soll bei 16, die -obergrenze bei 21 Jahren liegen. Auch bis zu vier ältere Spieler sollen eingesetzt werden können, „um sowohl junge Talente gezielt zu fördern als auch beispielsweise verletzten Spielern nach längeren Pausen die Rückkehr in den Spielbetrieb zu erleichtern“.

Wie berichtet steht der VfB dem Projekt U-21-Liga grundsätzlich aufgeschlossen gegenüber. Man wolle schauen, wie man eine Teilnahme ermöglichen könne, heißt es aus Clubkreisen. Dafür hat man auch noch genügend Zeit. Stichtag der DFL für eine verbindliche Zusage ist der 15. Juni 2026.

Dass die Weiß-Roten sich noch ein Hintertürchen aufhalten, liegt vor allem daran, dass auch noch die berechtigte Hoffnung auf eine Youth-League-Teilnahme der U 19 besteht. Klappt das, wäre eine Teilnahme an der U-21-Liga wohl des Guten zu viel.

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