Miro Augustinovic war kein bisschen traurig. Im Gegenteil. „Wir sind der Sieger der Herzen. Unsere Rumpfmannschaft hat alles gegeben, ich kann ihr überhaupt keinen Vorwurf machen“, sagte der Präsident des 1. Stuttgarter Futsal Clubs 2020 (SFC) am Sonntag. Da befand sich der Tross des SFC auf der Rückreise aus Istanbul. In der türkischen Metropole versuchte der Stuttgarter Club über das Qualifikationsturnier den Sprung in die Gruppenphase der Königsklasse zu schaffen. Dies gelang dem amtierenden deutschen Meister nicht: Nach einem 4:2 gegen Gastgeber Istanbul Sisli gab es gegen das georgische Team Georgian Tbilisi eine 2:4-Niederlage, und auch gegen den späteren Sieger Örebro SK Futsalklubb (Schweden) setzte es ein 1:2. „Unsere Spieler mussten in den drei Spielen innerhalb von vier Tagen praktisch durchspielen. Wir haben uns wirklich hervorragend geschlagen“, sagte Augustinovic.
Die Mannschaft hatte nur einen Auswechselspieler zur Verfügung, da drei Neuzugänge, die in die Türkei mitgereist waren, von der Europäischen Fußball-Union (Uefa) vor Ort keine Spielgenehmigung bekamen. „Die Freigabe vom DFB lag vor, daher war das schon sehr ärgerlich“, so der SFC-Präsident, der insgesamt von der Organisation in Istanbul alles andere als begeistert war: „In der Halle waren gerade einmal ein Dutzend Zuschauer, die Wege in sehr einfachen Linienbussen vom Hotel in die Halle viel zu weit.“
Nun gilt die volle Konzentration dem Start der neuen Saison in der Futsal-Bundesliga. Und der hat es gleich ins sich: Es geht am kommenden Sonntag (18 Uhr) in der Scharrena gegen den Lokalrivalen TSV Weilimdorf. Für reichlich Brisanz ist gesorgt, nachdem der TSV die bosnischen Nationalspieler Josip Sesar und Srdjan Ivankovic vom Meister SFC verpflichtet hat. „Wir sind in der Außenseiterrolle. Weilimdorf ist der Favorit auf den Titel“, stellt Augustinovic dann auch klar.
SFC-Aufgebot
In Istanbul waren folgende Spieler für das SFC-Team von Trainer Vojkan Vukmirovic am Ball: Miodrag Aksentijevic, Kostidis Konstantinos, Amer Dzindic, Adrijan Micevski, Vojislav Jovanovic, Ante Ljubic, Luka Bevanda.