10. Kindertheaterwoche in Rechberghausen Eine Gartenschau-Idee ist zur Tradition geworden

Märchenhaftes zum Auftakt:  „Der Wolf und die kleinen Geißlein“. Foto: Veranstalter
Märchenhaftes zum Auftakt: „Der Wolf und die kleinen Geißlein“. Foto: Veranstalter

Die Rechberghausener Kindertheaterwoche ist auch im zehnten Jahr ihres Bestehens so beliebt wie eh und je: bei den Ensembles ebenso wie bei den jungen Besuchern.

Region: Andreas Pflüger (eas)
WhatsApp E-Mail LinkedIn Flipboard Pocket Drucken

Rechberghausen - Für Fabian ist die Sache klar: „Ein Grinsegesicht natürlich, was sonst“, antwortet der Achtjährige, als Sieglinde May am Ausgang von ihm wissen möchte, wie ihm der Auftritt des Theaters Sturmvogel gefallen hat. Zum Auftakt der zehnten Rechberghausener Kindertheaterwoche haben Sandra Jankowski und Frank Klaffke, zwei Mitglieder der Reutlinger Mimentruppe, „Der Wolf und die kleinen Geißlein“ auf die Bühne des Haug-Erkinger-Saals gebracht. Und wenn die „Buchführung“ stimmt, dann ist Fabian mit seiner Meinung nicht alleine.

So werden auch heuer wieder alle jungen Besucher der insgesamt acht Vorstellungen nach den jeweiligen Stücken um ihr Votum gebeten. „Super“, „Naja“ und „Schlecht“, so lauten die drei Smiley-Kategorien. Und die Sturmvogel-Adaption des Grimmschen Märchens, das zeigt die Strichliste, bekam ganz viele Super-Grinsegesichter. „Für uns ist das ein wichtiger Hinweis, was gut ankommt – und für die Ensembles ebenfalls“, sagt Sieglinde May. Zudem dürften diese, sofern sie denn unter den ersten drei landeten, im nächsten Jahr gleich wieder nach Rechberghausen kommen, fügt sie hinzu.

Vom Theaterzelt in den Haug-Erkinger-Saal

Zusammen mit Sigrid Skutta, der Hausmeisterin des Haug-Erkinger-Saals, und Olga Arendt, der Kulturbeauftragten der Schurwaldgemeinde, gehört Sieglinde May seit Anbeginn zum Organisationsteam der Kindertheaterwoche. Was 2009 als Teil der Kleinen Landesgartenschau begonnen hatte, ist wie etliche andere Programmpunkte inzwischen zum festen Bestandteil der Veranstaltungsreihe „Ferienkultur Rechberghausen“ geworden. „Die Idee ist damals gut angekommen“, erinnert sich Olga Arendt. „Und so war schnell entschieden, dass wir das weitermachen wollen“, ergänzt sie.

Gab es zur Premiere noch ein Theaterzelt auf dem Gartenschaugelände in der jetzigen Grünen Mitte Rechberghausens war mit dem Haug-Erkinger-Saal rasch eine passende Alternative gefunden. „Der Saal ist nicht nur verdunkelbar, sondern auch klimatisiert“, erklärt die Kulturbeauftragte. Das sei natürlich gerade im Hochsommer sowohl für die Schauspieler wie für die Besucher von Vorteil.

Längst greift ein Rädchen ins andere

Ein Vorteil ist es außerdem, dass inzwischen die Abläufe eingespielt sind, und ein Rädchen ins andere greift. Sieglinde May ist als Vorsitzende des Gesangvereins Harmonia für die Bewirtung und etliches mehr zuständig. Sigrid Skutta kennt die Location naturgemäß aus dem Effeff. Und Olga Arendt hat längst ein Netzwerk geknüpft: zu den unterschiedlichsten Ensembles, die ganz offensichtlich gerne in die Schurwaldgemeinde kommen, zum Landesverband Freier Theater, der mit Rat und Tat zur Seite steht, sowie zu den treuen Sponsoren, ohne die es nicht geht.

Gleichwohl gibt es die Kindertheaterwoche natürlich nicht um ihrer selbst Willen. Trotz – oder vielleicht gerade wegen der Sommerferien – stimmen die Besucherzahlen. „Unsere Gäste kommen zum Teil auch von weiter her, etwa aus dem Ostalbkreis, aus dem Rems-Murr-Kreis oder sogar aus Stuttgart“, erzählt Sigrid Skutta. So sei etwa die Aufführung „Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf dem Kopf gemacht hat“ an diesem Montag bereits ausverkauft. „Für die anderen sechs Tage gibt es aber noch genügend Karten“, rührt Sieglinde May die Werbetrommel.




Unsere Empfehlung für Sie