11,7 Kilometer zur inneren Einkehr Glaubensweg rund um Schönaich eröffnet

Das Abendmahl ist nur eine der zwölf Stationen des neuen Glaubenswegs Schönaich. Foto: H. Schmidt

Es ist ein wahres Glaubensprojekt vieler Christen: der neue Glaubensweg in Schönaich. Zwölf Stationen regen zum Nachdenken an – und führen durch zauberhafte Natur im Flecken.

Zwölf Stationen, verteilt auf 11,7 Kilometern einmal rund um den Flecken: Mit einem ökumenischen Gottesdienst wurde am Pfingstmontag der Glaubensweg Schönaich auf dem Freizeitgelände Kegnat offiziell eröffnet. Die Einrichtung ist das Geschenk der Schönaicher Kirchen zum 750-jährigen Jubiläum der Gemeinde und soll auch weiterhin erhalten bleiben. „Ein geistiger Wegweiser, der über das Jahr 2025 hinaus Bestand hat“, lobte Bürgermeisterin Anna Walther in ihrem Grußwort.

 

Mit der Idee beschäftigten sich die Organisatoren aus der katholischen Kirchengemeinde, später verstärkt durch ihre evangelischen Glaubensbrüder um Kirchengemeinderat Karl-Peter Fritz schon länger. Mit im Boot bei Planung und Anlage waren neben der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde auch Vertreter der evangelisch-methodistischen Kirche, der Süddeutschen Gemeinschaft und der Neuapostolischen Gemeinschaft. Ein Gemeinschaftsgefühl, das beim Gottesdienst am Pfingstmontag mit rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern durch gemeinsames Singen, Beten und Brot brechen noch zusätzlich begeistert, ermutigt und bestärkt wurde.

„Das ganze Leben ist so etwas wie ein Glaubensweg, von tiefer Trauer bis zu heller Freude“, unterstrich Pfarrerin Annette Denneler in ihrer Predigt. Zusammen mit der katholischen Gemeindereferentin Klara Graf erklärte sie anhand der Auferstehungsgeschichte aus dem Lukasevangelium die Stationen Zeit, Trauer, Zweifel, Perspektivwechsel, Abendmahl und Hoffnung. Diese Stationen, markiert mit dem Erkennungszeichen des Fisches als Symbol der frühen Christen, lassen sich auf dem Glaubensweg Schönaich entdecken.

Durchs Seebachtal zum Krähenbach

Entstanden ist ein Weg für Jung und Alt durch die wunderschöne Natur im Seebachtal, auf dem Panoramaweg, in den Streuobstwiesen und im Wald beim Krähenbach. Ein Weg mit zwölf Stationen, an denen zum Nachdenken über Inhalte des christlichen Glaubens angeregt wird. Die von zwölf Teams in einheitlichem Design entwickelten Stationsschilder beinhalten passende Bibelverse und eingängige Texte. Enthalten sind aber auch Attraktionen für den Nachwuchs wie die große Holzmurmelbahn am Freizeitgelände „Plätzle“ der Süddeutschen Gemeinschaft.

Für die Genehmigung zum Aufstellen der fertigen Stationsschilder rannten die Verantwortlichen bei Gemeindeverwaltung und Forstamt offene Türen ein und sogar zwei Sponsoren konnten gewonnen werden. Für das kommende Jahr ist auch eine digitale Begleitung des Glaubenswegs geplant. Große Übersichtstafeln für die auch gut per Fahrrad zu erkundende Strecke befinden sich am Wanderparkplatz und vor dem katholischen Gemeindehaus. „Sie haben ein starkes Zeichen gesetzt für den Glauben, die Natur und unsere Gemeinde“, dankte Anna Walther allen Beteiligten.

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