12. August: So war es vor einem Jahr Kommunalstreit, Festbilanz und Baufortschritt

Von Julia Theermann 

Vor einem Jahr beherrschte das Esslinger Sommerfest die Berichterstattung. In Hochdorf fühlte ein Reporter dem Bürgermeister auf den Zahn, und in Esslingen wuchsen die Salucci-Höfe langsam in die Höhe.

Mit dem Sommerfest 2019 waren die Verantwortlichen zufrieden. Foto: Tom Weller 4 Bilder
Mit dem Sommerfest 2019 waren die Verantwortlichen zufrieden. Foto: Tom Weller

Kreis Esslingen - Die Ganztagsschule bevormundet.“ Mit dieser Aussage stellte sich Hochdorfs Bürgermeister Gerhard Kuttler eindeutig hinter die Bürgerinitiativen, die sich für eine flexible Schulkindbetreuung und gegen eine Ganztagsschule in der Schurwaldgemeinde ausgesprochen hatten. Im EZ-Sommerinterview hatte unser Reporter den Bürgermeister am Montag, 12. August 2019, damit konfrontiert, er habe die Mehrheit des Gemeinderates gegen sich aufgebracht. Das Gremium hatte nämlich am 29. Januar für eine Ganztagsschule gestimmt. Er sehe es als Grundpflicht des Bürgermeisters, sich für die Bürger stark zu machen. Das gelte im Übrigen auch für die Gemeinderäte.

Auch ein Jahr später ist das Thema Schulentwicklung in Hochdorf noch lange nicht vom Tisch. Eigentlich hätten die Hochdorfer im Frühjahr 2021 in einem Bürgerentscheid über eine Betreuungsform abstimmen sollen. Diesen Kompromiss hat der Gemeinderat aber mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit gekippt.

Esslinger Zwischenfest geglückt

In einem wesentlich harmonischeren Sinne läuteten die acht Sommerwirte den letzten Tag des Esslinger Sommerfestes ein. Das Fest auf dem Marktplatz, das vorübergehend den Platz des traditionellen Zwiebelfestes einnimmt, endete nach elf Tagen mit einem positiven Fazit. „Es gibt nichts, was man viel besser machen kann oder weglassen müsste“, hatte Christian List vom „Roten Hirsch“ unserem Reporter damals erzählt. Dass Zelte statt Lauben – wie beim Zwiebelfest – das Gesicht des Festes prägten, habe auch den Gästen gefallen. Es sei zudem praktikabler und kostengünstiger. Die zwei Regentage hätten sich noch kompensieren lassen, „aber mehr verträgt das Fest nicht“, hatte List festgestellt. Savvas Savvidis von „Jack Moody’s“ hatte damals gesagt: „Dass die Wirte so eng zusammengearbeitet haben, hat mich überrascht. Trotz der kurzen Vorbereitungszeit gibt das Fest ein ordentliches Erscheinungsbild ab. Ich bin guter Hoffnung, was das nächste Jahr angeht.“

Im diesjährigen Corona-Sommer ist an ein Sommerfest mit Massen von Einheimischen und Touristen, die sich in Pavillons tummeln, nicht mal zu denken. Die Organisation sei vor Ausbruch der Pandemie schon ziemlich weit gewesen, hieß es kürzlich von den beteiligten Wirten. Für das nächste Jahr üben sich die Verantwortlichen in zweigleisiger Planung.

Wohnquartier im Zeitplan

Auf der Baustelle für das neue Wohnquartier im Esslinger Stadtteil Weil lag man vor einem Jahr gut im Plan. Die Arbeiten an den Salucci-Höfen kamen damals nach Angaben des Bauunternehmens My Godel voran. Aller Voraussicht nach werden die ersten Bewohner zum Jahreswechsel 2020/2021 in die Neubauten einziehen können, hieß es damals.

Und auch ein Jahr später hat sich an dieser zeitlichen Einschätzung – trotz der Corona-Pandemie – nichts geändert. Teile der Riegelbebauung und eine Reihe der Lofthäuser sind bereits im Rohbau fertig gestellt. Zuerst wird die Riegelbebauung errichtet, dann folgen Lofthäuser und Marstallsuiten. Etwa 85 Prozent dieser Immobilien sind bereits verkauft. An ganz unterschiedliche Personen- und Altersgruppen. Die Reihenhäuser sind vor allem bei Familien mit Kindern sehr beliebt.




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