15. Holzgerlinger Varieté Superlative, Witz und Magie ohne Ende
Timo Marc zeigt mit seinem Varieté in Holzgerlingen, warum sich die Zuschauer um Tickets dafür gerissen haben. Und warum jetzt der Zeitpunkt ist, um an die nächste Show zu denken.
Timo Marc zeigt mit seinem Varieté in Holzgerlingen, warum sich die Zuschauer um Tickets dafür gerissen haben. Und warum jetzt der Zeitpunkt ist, um an die nächste Show zu denken.
Tosender Beifall und Standing Ovations – so zeigt das Premieren-Publikum bei der 15. Auflage des Holzgerlinger Varietés seine riesige Begeisterung über die gezeigten Darbietungen. Dessen künstlerischer Leiter Timo Marc sowie die Künstlerinnen und Künstler strahlen auf der Bühne um die Wette. Der preisgekrönte Magier hat zuvor als magischer Conférencier und Entertainer durch die Show geführt.
Timo Marc ist es erneut gelungen, ein abwechslungsreiches Programm voller im wahrsten Sinne des Wortes ausgezeichneter Künstler auf die Beine zu stellen: Ein Feuerwerk, bei dem sich temporeiche Weltklasse-Artistik, punktgenaue Situationskomik und Momente voller Poesie abwechseln. Das Publikum im ausverkauften Saal ist von Beginn an voll mit dabei.
Einer der Auftritte, bei denen den Zuschauern immer wieder der Atem stock, ist der des Trios Bokafi, das mit einer atemberaubenden Schleuderbrett-Nummer begeistert. Damit die Bokafis, bei dem Gründer Gabor Boros aus Ungarn und sein Partner Adrian Jose aus Kuba die jungen Leona auf Höchstgeschwindigkeit für ihre waghalsigen Sprünge beschleunigen und als Untermänner für deren sichere Landung sorgen, ist von allem Beteiligten auch jede Menge Improvisationstalent und zugleich höchste Präzision gefragt: Der Abstand von der Bühne bis zur Decke reicht für die Darbietung nicht aus, weshalb der Freiraum vor der ersten Publikumsreihe und der Mittelgang – mit etwas Stühlerücken – kurzerhand zur Auftrittsfläche werden. Groß ist daher der Applaus, als Leona Mohasci ihren letzten Mehrfachsalto sicher landet. „Ein Traum wird wahr“, freut sich Timo Marc, dass die drei nach Holzgerlingen gekommen sind.
Nicht nur mit ihrer waghalsigen Luftakrobatik erntet Leona Mohasci viel Applaus, sie beweist zudem, wie vielseitig die Ausbildung der ungarischen Artistenschule ist. Temporeich und präzise wirbelt sie bis zu 20 Hula-Hoop-Reifen um Bauch, Hüfte, Arme und Beine gleichzeitig, und bei ihrer mit Handstand-Akrobatik auf einem Turm aus Stühlen geht es für sie hoch hinaus.
Ebenfalls im Höchsttempo ist Victoria Csordas, ebenfalls aus Ungarn, unterwegs – und zwar mit dem Springseil. Die Ungarin, die in ihrer Disziplin den Weltcup in Toronto gewonnen hat und sonst in den großen Manegen wie der des Zirkus Krone oder des Cirque de Soleil zu Hause ist, begeistert mit ihrer Virtuosität, mit der sie ihr Sportgerät beherrscht.
Mit ebenso viel Rasanz ist Jongleur Markus Furtner mit seinem Devilstick unterwegs. So wie er den konisch geformten Teufelsstab mit zwei Handstäben – oder auch mal zwei parallel mit je einem Handstab – in der Luft hält, scheint er die Schwerkraft außer Kraft zu setzen.
Temporeich ist auch Einrad-Artistik der Farellos. Sie kommt gepaart mit feinem Humor samt perfekt-getimter Slapstick-Einlagen locker-leicht daher, zumal die radelnde Putzfrau „Frau Schmidt“ von der ersten Sekunde an zum Publikumsliebling avanciert.
Können und Komik verknüpft auch Dirk Scheffel perfekt miteinander: Der Xylofonist beherrscht dabei nicht nur sein Instrument selbst mit beinahe in Lichtgeschwindigkeit fliegenden Schlägeln meisterhaft, sondern auch die genau getimten Gags – etwa wenn er zeigt, dass sich aus einer Mundharmonika und einem mit Luft gefüllten Ballon tatsächlich ein Dudelsack improvisieren lässt.
Den poetischen Kontrapunkt setzt Kathrin Weißensee. Deutschlands erfolgreichste Sandmalerin verzaubert mit ihrer Kunst, bei der sie scheinbar mühelos Landschaften – die mit einer Kamera auf eine Leinwand übertragen werden – entstehen lässt, die sie dann ebenso fließend wie der Sand, der durch ihre Finger rinnt – zu neuen Motiven weiterentwickelt.
Verzaubert und berührt zeigt sich das Publikum auch von der kraftvollen Hand-zu-Hand-Akrobatik des Duos Benelo, bei der die Körper von Benjamin und Elodie aus Frankreich sich scheinbar mühelos in perfekter Harmonie zur Musik bewegen.
Nach dem 15. Holzgerlinger Varieté-Wochenende, bei dem es anlässlich dieses Jubiläums zum ersten Mal eine zweite Sonntagsvorstellung gibt – und damit fünf ausverkaufte Vorstellungen mit insgesamt mehr als 3200 Besuchern, was ein neuer Zuschauerrekord ist – laufen die Planungen für nächstes Jahr bereits auf Hochtouren.
Die Termine für die 16. Auflage, wie immer in Zusammenarbeit der Stadt Holzgerlingen und dem Team von Timo Marc, stehen schon fest: Vom 5. bis 7. März 2027 heißt es erneut fünf Mal „Vorhang auf!“ in der Holzgerlinger Stadthalle.
Der Vorverkauf der Karten startet am heutigen Montag, 16. März, um 8.30 Uhr. Dabei gilt: Schnell sein lohnt sich, denn für die diesjährige Auflage wurden 2500 Stück bereits in der ersten Woche verkauft. Seit Weihnachten waren alle Karten weg.
Karten für die 16. Auflage kosten zwischen 27 und 42 Euro. Sie sind erhältlich beim Querpass in Holzgerlingen oder online unter www.holzgerlinger-variete.de.