150 000 Euro für Hohenheimer Züchtungsinformatiker Stiftungsgeld hilft Forscher

Der Hohenheimer Züchtungsinformatiker Karl Schmid erforscht, wie sich Pflanzen vermehren und wie man das genetisch beeinflussen kann. Foto: Uni Hohenheim/Oskar Eyb
Der Hohenheimer Züchtungsinformatiker Karl Schmid erforscht, wie sich Pflanzen vermehren und wie man das genetisch beeinflussen kann. Foto: Uni Hohenheim/Oskar Eyb

Der Hohenheimer Züchtungsinformatiker Karl Schmid erhält von der Gips-Schüle-Stiftung eine mit 150 000 Euro dotierte Auszeichnung. Das Geld gibt dem Professor die Freiheit, sich für ein großes Forschungsprojekt personelle Unterstützung zu holen.

Lokales: Inge Jacobs (ja)

Stuttgart - Karl Schmid ist von der in Stuttgart ansässigen Gips-Schüle-Stiftung ausgezeichnet worden. Bereits zum zweiten Mal vergibt diese „Freiräume für die Forschung“. Der Leiter des Fachgebiets Nutzpflanzenbiodiversität und Züchtungsinformatik der Uni Hohenheim erhält 150 000 Euro, um Zeit und Freiraum für große Forschungsprojekte zu haben. Schmid will Grundlagenforschung betreiben, wie Pflanzen sich vermehren und wie man das genetisch beeinflussen kann.

„Ich möchte versuchen, ein größeres Forschungsprojekt an Land zu ziehen, einen Einzelantrag zur Reproduktion der Pflanzen“, sagt Schmid. Der Züchtungsinformatiker wurde wie 13 weitere Hohenheimer Bewerber von Kollegen vorgeschlagen, bekam aber von der Jury den Zuschlag. Mit dem Stiftungsgeld will der Professor einen Wissenschaftler beschäftigen, der ihn bei der Vorbereitung des Forschungsantrags unterstützt, ihm aber auch einen Teil der Vorlesungen abnimmt. „Auf diesem Niveau kann man Wissenschaft nicht nebenbei machen“, erklärt der Hohenheimer Unirektor Stephan Dabbert. „Wir sind superfroh, dass wir diese Auszeichnung vergeben können.“ Schmid forsche in einem für die Uni Hohenheim sehr wichtigen Bereich, schließlich gehe es darum, Lösungen für die Folgen des Klimawandels bereitzustellen. Doch die Vorbereitung eines Antrags sei sehr aufwendig – „der Wettbewerb ist mörderisch“, so Dabbert.

Stiftungsvorstand Stefan Hofmann ist mit dem Juryergebnis hochzufrieden, so schlage man gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Es sei ein Beitrag zur Grundlagenforschung, und es erhöhe die Sichtbarkeit der Uni weiter. Auch Schmid freut sich – darauf, „ein bisschen weniger Lehre zu machen, um mal tiefer denken zu können“.




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