17-Jähriger erstochen Narrenzunft sagt Feiern ab

Von red/dpa 

Nachdem ein 17-Jähriger in Mittelbiberach bei einem Streit erstochen worden war, hat ein Fastnachtsverein in der Heimatregion des Opfers alle weiteren Feiern abgesagt.

In Mittelbiberach war ein 17-Jähriger erstochen worden. Foto: dpa
In Mittelbiberach war ein 17-Jähriger erstochen worden. Foto: dpa

Ochsenhausen - Wegen der Tötung eines 17-Jährigen bei einem Streit von Jugendlichen hat ein Fastnachtsverein in der Heimatregion des Opfers alle weiteren Feiern abgesagt. Der junge Mann war am 11. Februar in Mittelbiberach (Landkreis Biberach) von einem 16-Jährigen niedergestochen worden und wenig später seinen Verletzungen erlegen.

Angesichts dieser „dramatischen Ereignisse“ habe sich die Narrenzunft Rottumtalhex Reinstetten in Ochsenhausen (Landkreis Biberach) entschieden, das Restprogramm der Dorffasnet abzusagen, teilte sie am späten Mittwochabend auf ihrer Facebookseite mit. „Jeder kennt hier jeden“, sagte der Zunftvorsitzende Manuel Allgaier am Donnerstag der „Schwäbischen Zeitung“. „Derzeit kann niemand von uns lustig sein“, sagte Allgaier der Zeitung.

Zu dem folgenschweren Streit war es am vergangenen Samstag nach einem Fastnachtsumzug gekommen. Das Opfer und der Täter, der in Untersuchungshaft genommen wurde, kannten sich laut Polizeiangaben nicht. Der 17-Jährige war gemeinsam mit mehreren Jungen und Mädchen unterwegs, als es auf der Straße zum Streit mit einer Gruppe von Jugendlichen kam, zu der der mutmaßliche Messerstecher gehörte.