2. Faustball-Bundesliga „Ohne Schlagmann keine Chance“ – Abstieg des TSV Grafenau ist besiegelt

Ohne Schlagmann antreten zu müssen, machte Spielertrainer Tobias Kaufhold und dem TSV Grafenau zu schaffen. Foto: Kraushaar

Zwei Siege wollte (und brauchte) der TSV Grafenau beim Auswärtsspieltag in der 2. Faustball-Bundesliga. Zwei Niederlagen hat er mit nach Hause gebracht. Das war’s mit dem Klassenerhalt.

„Hut ab, die Jungs haben gekämpft bis zum Schluss. Wir haben sogar noch einen Satz geholt, aber ohne Schlagmann hast du in der 2. Faustball-Bundesliga keine Chance“, resümierte Spielertrainer Tobias Kaufhold nach dem vorletzten Auftritt des TSV Grafenau in dieser Klasse für längere Zeit.

 

Schlagmann Tim Söns hatte krankheitsbedingt kurzfristig sein Mitwirken absagen müssen. Das nutzten die direkten Konkurrenten TSV Unterpfaffenhofen und TV Ochsenbach, um die Grafenauer zurück nach unten in die Schwabenliga zu schießen.

TSV Grafenau verliert gegen TSV Unterpfaffenhofen und TV Ochsenbach

„Es gibt keine Diskussion – wir benötigen vier Punkte“, hatte Kaufhold vor dem Spieltag in Ochsenbach angekündigt. Dieses Vorhaben bekam gegen den TSV Unterpfaffenhofen direkt einen heftigen Dämpfer, als die Sätze eins und zwei mit 4:11 und 5:11 weggingen. Mit dem an einer Schulterverletzung laborierenden Michael Wolff als einzigem gelernten Angreifer stand der Tabellenletzte auf verlorenem Posten. Immerhin konnte das Schlusslicht dem Gegner im dritten Satz noch eine Verlängerung abringen. Doch auch die ging beim 10:12 verloren.

Gegen den TV Ochsenbach sah es zu Beginn noch ganz anders aus. Grafenau holte sich ein schnelles 11:2. Dieser Schwung war nach dem ersten Seitenwechsel aber bereits wie weggeblasen. Nach dem 7:11, 3:11, 6:11 war der Abstieg des TSV besiegelt. „Das war es jetzt definitiv“, wusste Tobias Kaufhold.

Als ob dieser Frust nicht schon genug wäre, bereitet auch die nahende Feldrunde dem Spielertrainer schon die ersten Sorgen. Mathias Zierer muss sich Ende Januar einer Kreuzband-OP unterziehen, Michael Wolff wird wohl nicht um eine Operation an der Schulter herumkommen – und das sind Ausfälle, die der Verein aus eigener Kraft kaum kompensieren kann.

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