2. Schach-Bundesliga Zwei Punkte beim Auftakt sind mehr, als sich der TSV Schönaich erhofft hatte

Gegen die SF Bad Mergentheim verlor der TSV Schönaich, doch gegen Nickelhütte Aue gab es einen Sieg. Foto: Imago/Zoonar

Auf dem Papier waren die beiden Gegner des TSV Schönaich in der 2. Schach-Bundesliga eigentlich stärker. Dennoch gelang es, zwei Mannschaftspunkte aus dem Erzgebirge mitzunehmen.

Zum Auftakt der 2. Schach-Bundesliga ging es für den TSV Schönaich ins Erzgebirge nach Aue. Aufgrund der geografischen Lage abseits jeglicher Flughäfen war es nicht möglich, die Spieler aus Spanien oder Frankreich ans Brett zu bekommen. Lediglich Edvin Trost konnte aus Stockholm über Prag anreisen. Dennoch holte das Team zwei unerwartete Mannschaftspunkte.

 

Das Match gegen die SF Bad Mergentheim schlug sofort die erwartete Richtung ein. Dominik Novotny und Chris Beyer gerieten schon in der Eröffnung unter die Räder zum 0:2-Rückstand. Bryan Smith hatte mit einem schönen Opfer eine klare Gewinnstellung erreicht, und Harald Keilhack sowie Kapitän Moritz Reck bekamen mit je einem Bauernopfer sehr gute Stellungen mit leichten Vorteilen. Alle drei nutzten ihre Möglichkeiten allerdings nicht, und mussten sich mit materiellen Nachteilen beugen. Edvin Trost und Vojtech Tegda betrieben mit ihren Remisen Ergebniskosmetik, und Noah Geltz gelang mit seinem Sieg gegen einen Großmeister noch ein kleines Highlight zum 2:6-Endresultat.

Der zweite Gegner Nickelhütte Aue konnte ebenfalls nicht in Bestbesetzung antreten, stellte aber auf dem Papier die bessere Mannschaft. Der Rivale von Noah Geltz bot diesem trotz der weißen Figuren bereits im dritten Zug ein Remis an. Auch Moritz Reck und Dominik Novotny erreichten schnelle Punkteteilungen. Edvin Trost konnte aus der Eröffnung nichts herausholen und spielte ebenfalls Unentschieden. Chris Beyer hatte optimistisch einen Bauern mitgenommen, und sein Gegner musste schließlich eine Zugwiederholung forcieren. Nachdem Harald Keilhacks Gegenüber zunächst das Angebot zum Remis abgelehnt hatte, schlug er einige Züge später selbst eines vor. Damit stand es 3:3. Bryan Smith hatte eine starke Stellung erreicht, doch weil der Gegner von Vojtech Tegda ein Unentschieden ablehnte, die Stellung überzog und eiskalt ausgekontert wurde, musste er sich nicht mehr mühen und machte umgehend mit einer Zugwiederholung den 4,5:3,5-Sieg fix.

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