2. Spieltag Bayer mit Offensivspektakel zum Sieg gegen Gladbach

Leverkusens Patrik Schick (M) traf zum zwischenzeitlichen 2:0. Foto: Marius Becker/dpa Foto: dpa
Leverkusens Patrik Schick (M) traf zum zwischenzeitlichen 2:0. Foto: Marius Becker/dpa

Heimpremiere geglückt, erster Sieg mit dem neuen Trainer und einen Konkurrenten in die Schranken gewiesen: Bayer Leverkusen überzeugt beim klaren 3:0 gegen Mönchengladbach.

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Leverkusen - Im Duell der ehemaligen Berner Meister-Trainer hat Gerardo Seoane eine perfekte Heimpremiere in der Fußball-Bundesliga gefeiert. Die neue Coach gewann mit Bayer Leverkusen gegen Borussia Mönchengladbach mit 4:0 (2:0) und kam damit zum ersten Sieg mit seinem neuen Team.

Gladbachs neuer Chefcoach Adi Hütter, der beim Schweizer Meister Young Boys Bern einst Vorgänger von Seoane gewesen war, blieb dagegen auch im zweiten Spiel mit der Borussia sieglos.

"Das war ein sehr gutes Spiel von uns, ich denke, jeder hier im Stadion hat es genossen. Das haben wir auch auf dem Platz", sagte der neue Linksverteidiger Mitchel Bakker nach der Partie bei Sky. "Ich hoffe, wir können so weitermachen."

Stindl "sehr, sehr unzufrieden"

Die Treffer für Bayer erzielten vor 15 105 Zuschauern der Gladbacher Torwart Yann Sommer (3./Eigentor), Patrik Schick (8.), Moussa Diaby (55.) und Nadiem Amiri (87.). Bayer-Torwart Lukas Hradecky hielt zudem einen Foulelfmeter gegen Lars Stindl (43.). "Wir haben ganz schlecht reingefunden", sagte Stindl. "Den Elfmeter darfst Du so nicht schießen, das passt dann einfach zum Tag." Er sei "allgemein sehr, sehr unzufrieden mit dem Auftritt".

Auch unter den neuen Trainern sollte der Konkurrenzkampf der Europapokal-Bewerber ein Offensivspektakel werden. In den vorausgegangenen 78 direkten Duellen fielen im Schnitt 3,35 Tore. Spektakuläre Ergebnisse wie 8:2, 6:3, 5:2 oder 4:3 waren dabei - nur sechsmal gab es ein 0:0, das letzte vor 17 Jahren.

Thuram früh raus, Sommer unglücklich

Sowohl Seoane als auch Hütter bevorzugen ein mutiges, nach vorn ausgerichtetes Spiel. Daher veränderte Borussias Coach nach dem 1:1-Auftakt gegen den FC Bayern München auch seine Angriffsausrichtung und brachte mit Marcus Thuram und Jonas Hofmann zusätzlich Wucht und Tempo über die Außenpositionen ins Spiel. Thuram musste allerdings nach 20 Minuten auch schon wieder raus, für ihn kam Hannes Wolf.

Doch die offensiven Akzente setzten vor allem die Gastgeber, bei denen nur Paulinho neu ins Team rückte und Neuzugang Robert Andrich von Union Berlin erst in der Schlussphase eingewechselt wurde. Ein Distanzschuss des neuen Linksverteidiger Bakker, der eine gute Partie zeigte, landete am Pfosten und prallte zu Gladbachs Torwart Sommer und von dort ins Tor. Es war das erste Bundesliga-Eigentor des Schweizer Nationaltorhüters.

Schick und Diaby sorgen für Vorentscheidung

Nur fünf Minuten später war es Tschechiens EM-Torschützenkönig Schick, der von der Strafraumgrenze zum 2:0 für Bayer und insgesamt schon zum dritten Mal gegen Mönchengladbach traf. Der schnelle Rückstand und die Verletzung von Thuram durchkreuzten die Pläne der Gäste, die nur schwerlich zu ihrem Rhythmus fanden und lediglich durch Hofmanns Distanzschuss an den Außenpfosten (15.) eine gute Gelegenheit hatten.

Die Gastgeber hingegen kamen immer wieder mit viel Tempo über die Flügel und mit frühem Pressing zu gefährlichen Situationen. Den unglücklichen Gladbachern gelang recht wenig. Selbst einen Foulelfmeter, den Bakker an Stefan Lainer verursachte, konnte Stindl nicht nutzen. Borussias Kapitän scheiterte an Bayers Kapitän Hradecky. Zudem musste auch Rechtsverteidiger Stefan Lainer nach dem Foul verletzt vom Platz.

Dem agilen Diaby, der auf der rechten Seite für viel Gefahr sorgte, gelang mit einem abgefälschten Schuss das 3:0 - damit waren die ambitionierten Gladbacher endgültig aus dem Rennen. Sie mussten zudem mit Matthias Ginter und Alassane Plea zwei weitere angeschlagene Profis ersetzen.

© dpa-infocom, dpa:210821-99-921268/3




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