20. Fischerstechen in Bad Cannstatt Bätschnass oder furztrocken: 20. Fischerstechen

Von red 

Am Sonntag, 21. Juli, findet die Traditionsveranstaltung am Mühlgrün statt.

Bätschnass für den Verlierer, furztrocken für den Sieger. Foto:  
Bätschnass für den Verlierer, furztrocken für den Sieger. Foto:  

Bad Cannstatt - Im Jahre 1713 wurde in Cannstatt am Mühlgrün der erste Hafen eröffnet. Vier Jahre danach wurde zum ersten Mal in Cannstatt ein Fischerstechen durchgeführt. 300 Jahre später steht das historische Cannstatter Fischerstechen wieder, wie alle zwei Jahre seit 1983, auf dem Programm des Kübelesmarktes Bad Cannstatt. Am Sonntag, 21. Juli, wird ab 11 Uhr am Mühlgrün das historische Cannstatter Fischerstechen mit Drachenbootrennen und Hocketse veranstaltet. Kommentiert wird die Großveranstaltung von Oberkübler Steffen Kauderer.

Eine derartige Veranstaltung wie das Cannstatter Fischerstechen könnte nicht ohne die Unterstützung der Paddler der Kanu-Gesellschaft Stuttgart (KGS) sowie den Einsatzkräften der DLRG-Ortsgruppe Bad Cannstatt durchgeführt werden. So kam man 2009 auf die Idee, die Zusammenarbeit zwischen dem Kübelesmarkt und der KGS weiter zu intensiveren und eine Erweiterung mit einem Drachenbootrennen durchzuführen. Neben ihren eigenen Drachenboot-Aktivitäten der KGS, organisiert und führt sie beim Fischerstechen den großen Cannstatter-Kübler-Cup zwischen Wilhelmsbrücke und Mühlsteg durch.

Wanderpokal ist eine Stadtkanne

Bei der Veranstaltung, die zum 20. Mal seit 1983 durchgeführt wird, starten die Fischerstecher mit ihren Stechkähnen von beiden Seiten des Neckars aus. Auf der Neckarmitte versuchen sie, sich gegenseitig von der Plattform zu stoßen. Wer zuerst die Plattform in Richtung Neckar oder Stechkahn verlässt, scheidet aus. Wer die gegnerische Lanze mit der Hand abwehrt oder ergreift wird, disqualifiziert und scheidet ebenso aus. Im Zweifelsfall entscheidet die Jury. Titelverteidiger ist Frank Dräbelhoff, der 2015 und 2017 die Oberhand behielt. Der vierfache Titelträger Panajotis Delinasakis will in diesem Jahr zum fünften Mal den von der Vereinigung Cannstatter Vereine gestifteten Wanderpokal, eine kupferne Cannstatter Stadtkanne, erkämpfen. Die Fischerstecher sind entsprechend ihrer darstellenden „Figur“ verkleidet. Startschuss für die erste Paarung erfolgt um 13.30 Uhr, die Siegerehrung gegen 16.30 Uhr.

Zwischen den Durchgängen des Fischerstechens wird zum fünften Mal der Cannstatter Kübler-Cup durchgeführt, bei dem sich zehn Mannschaften aus Politik, Verwaltung und ehrenamtlichen Organisationen mit dem Drachenboot vom Mühlsteg auf die 200 Meter lange Strecke begeben. Jedes Boot ist mit 14 bis 16 Paddlern und einem Trommler sowie einem Steuermann besetzt. Umrahmt wird das Fischerstechen von einer Hocketse ab 11 Uhr. Für Musik sorgen der Spielmannszug und Fanfarenchor des Kübelesmarktes und das Tiefbauamt auf der Musikplattform.

Vor und während des Cannstatter Fischerstechens ist der Neckardamm auf beiden Seite offiziell für Fußgänger und Radfahrer gesperrt. Die Umleitung ist ausgeschildert. Der Fahrradweg entlang der Neckartalstraße steht zur Verfügung. Wer den Neckardamm benutzen möchte ist zur Zahlung des Eintritts verpflichtet. Der Mühlsteg und die Wilhelmsbrücke sind halbseitig auf der jeweiligen Veranstaltungsseite gesperrt. Der Zugang zum Biergarten ist durchgängig gewährleistet. (red)

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