20 Jahre in Bad Cannstatt Anlaufstelle für Kunden und Nachbarn

Von Janey Schumacher 

1998 hat Ralf Frühwald seine Filiale im Espan eröffnet. Im Laufe der Jahre hat sich die Poststelle zur Anlaufstelle für Jung und Alt entwickelt.

Ralf Frühwald (r.) hat 1998 die Postagentur in der Martha-Schmidtmann-Straße eröffnet. Unterstützt wird er von Hans-Joachim Knöll und Marion Röckle. Foto: Schumacher
Ralf Frühwald (r.) hat 1998 die Postagentur in der Martha-Schmidtmann-Straße eröffnet. Unterstützt wird er von Hans-Joachim Knöll und Marion Röckle. Foto: Schumacher

Bad Cannstatt - Es war am 3. Dezember 1998, als Ralf Frühwald die Postagentur in der Martha-Schmidtmann-Straße eröffnete. Fünf Jahre zuvor, 1993, änderte die Deutsche Post ihr Geschäftsmodell: Ab diesem Zeitpunkt wurden Filialen in Einzelhandelsgeschäften eingerichtet. Eine dieser Postagenturen ist die von Frühwald. Wenige Wochen nach der Eröffnung, im Januar 1999, war auch Hans-Joachim Knöll mit dabei. Die beiden kannten sich bereits, arbeiten einst in einem Elektronikfachgeschäft zusammen und sind seit Jahren ein eingespieltes Duo. Kein Wunder, dass die Filiale heute zu den ältesten in Stuttgart zählt.

Stammkunden aus dem Westen

In den vergangenen 20 Jahren hat sich vieles in der Filiale verändert, doch eines blieb: die Stammkunden. „Manche kommen sogar extra aus dem Westen zu uns“, sagt Frühwald. Der Grund: Frühwald hatte in Stuttgart-West bereits ein Schreibwarengeschäft mit Toto-Lotto-Annahmestelle. Kein unbekanntes Gesicht in der Postagentur ist außerdem Marion Röckle, die Lebensgefährtin von Frühwald. Sie arbeitet zwar an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg, ist aber auch in der Postagentur anzutreffen und unterstützt Frühwald, wo sie kann. Zum Beispiel gehen die beiden gemeinsam auf Fortbildungen, die von der Deutschen Post angeboten werden.

Computer haben Listen ersetzt

Seit der Eröffnung vor 20 Jahren gab es viele Neuerungen. Musste in der Anfangszeit noch vieles von Hand geschrieben werden, wird heute alles elektronisch erfasst und weitergegeben. Es werden zum Beispiel keine Listen mehr geführt, stattdessen sind EDV und Computer nicht mehr wegzudenken. Es gab aber auch manches unschöne Ereignis. Zwei Mal wurde in der Postagentur eingebrochen. „Das war heftig“, sagt Frühwald. Doch die positiven Momente überwiegen im Rückblick: „Wir sind hier eine Anlaufstelle für Nachbarn und Kunden“, sagt er. Der 58-Jährige hat immer ein offenes Ohr und hilft Jung und Alt. „Selbst wenn die Kinder aus dem Haus ihren Wohnungsschlüssel vergessen haben, können sie hier vorbeikommen“ – gemeinsam wird dann eine Lösung gefunden.

Zum 20-jährigen Jubiläum erhielt Frühwald neben einer Urkunde auch ein spezielles Briefmarken-Set mit der Aufschrift „20 Jahre Partnerfiliale der Deutschen Post“. Und ein Ende ist nicht in Sicht: Denn „ohne die Arbeit und vor allem den Kundenkontakt würde ihm etwas fehlen“, sagt Marion Röckle.

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