2019 gibt es acht Bürgermeisterwahlen im Kreis Esslingen Die Männerriege ist noch nicht amtsmüde

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Die Gemeinde Bissingen macht den Anfang. Am Sonntag ist die erste von acht Bürgermeisterwahlen, die dieses Jahr im Landkreis Esslingen. Die Wiederwahl von Amtsinhaber Marcel Musolf gilt als sicher.

Der Gang ins Wahllokal steht in diesem Jahr in acht Städten und Gemeinden im Landkreis Esslingen im demokratischen Pflichtenheft des mündigen Bürgers. Foto: dpa
Der Gang ins Wahllokal steht in diesem Jahr in acht Städten und Gemeinden im Landkreis Esslingen im demokratischen Pflichtenheft des mündigen Bürgers. Foto: dpa

Esslingen - In diesem Jahr werden nicht nur die Karten in den Stadt- und Gemeinderäten im Landkreis neu gemischt, sondern auch acht Chefsessel in Rathäusern neu besetzt. Für sieben Bürgermeister und einen Oberbürgermeister endet die jeweils achtjährige Amtsperiode. Von den acht Ratschefs, durch die Bank Männer, wollen sich sechs erneut bewerben. Der Nürtinger Oberbürgermeister Otmar Heirich wechselt in den Ruhestand, der 65 Jahre alte Schlaitdorfer Bürgermeister Dietmar Edelmann überlegt noch, ob er wieder antritt.

Bissingen Den Auftakt zum Wahljahr macht die Gemeinde Bissingen. Dort stellt sich am Sonntag, 13. Januar, der Amtsinhaber Marcel Musolf (Freie Wähler) zur Wiederwahl. Die Chancen, dass der 33 Jahre alte Schultes im Juli die Begrüßungsrede zum dann gefeierten 1250-Jahr-Jubiläum der 3500 Einwohner zählenden Teck­gemeinde halten wird, ist groß. Der Verwaltungswirt, der das Amt vor acht Jahren als damals jüngster Bürgermeister im Land übernommen hat, muss keine Konkurrenz fürchten. Er stellt sich als einziger Kandidat den 2754 Wahlberechtigten in Bissingen und dem auf der Schwäbischen Alb gelegenen Teilort Ochsenwang.

Lichtenwald Am 10. Februar ist Wahltermin in der Schurwaldgemeinde. Wer gegen den amtierenden und wieder antretenden Bürgermeister Ferdinand Rentschler (CDU) antreten will, muss sich beeilen. Der Bewerbungsschluss für den Spitzenjob in der 2700 Einwohner zählenden Gemeinde ist am 17. Januar.

Aichwald Zur allgemeinen Überraschung werden die Wahlberechtigten der Gemeinde Aichwald am 17. März zu den Urnen gerufen. Obwohl noch bis zum September 2022 gewählt, kehrt der beliebte Schultes Nicolas Fink der 7600 Einwohner zählenden Schurwaldgemeinde den Rücken. Der 42 Jahre alte Hoffnungsträger der Sozialdemokraten wird Nachfolger des Esslinger Landtagsabgeordneten Wolfgang Drexler, der sich nach 30 Jahren aus der aktiven Landespolitik zurückzieht.

Nürtingen Nach 16 Jahren im Chefsessel im Nürtinger Rathaus macht Otmar Heirich Platz für eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger. Der SPD-Politiker wechselt am 31. Juli in den Ruhestand. Der 48 Jahre alte Wolf­schlugener Bürgermeister Matthias Ruckh hat schon angekündigt, den Hut in den Ring werfen zu wollen. Die Wahl in Nürtingen ist am 5. Mai.

Wendlingen Seit acht Jahren gibt SPD-Bürgermeister Steffen Weigel im Wendlinger Rathaus den Ton an. Geht es allein nach ihm, dann wird er das auch in den kommenden acht Jahren tun. Der 51 Jahre alte Ratschef hat schon angekündigt, sich um eine weitere Amtsperiode an der Spitze von Verwaltung und Gemeinderat in der 16 000 Einwohner zählenden Stadt zu bewerben. Am 7. Juli haben es die Wahlbürger in der Hand, ihm diesen Wunsch zu erfüllen. An Herausforderungen für die Zukunft mangelt es der Stadt, die auf dem besten Weg ist, eine wichtige Verkehrsdrehscheibe im Neckartal zu werden, beileibe nicht.

Notzingen Ebenfalls am 7. Juli entscheidet sich in Notzingen, wer in den kommenden acht Jahren im Chefsessel des Rathauses sitzt. Den will der amtierende Schultes, Sven Haumacher (CDU), auf jeden Fall verteidigen. Der 42 Jahre alte Amtsinhaber hat schon angekündigt, sich wieder zur Wahl in der rund 3700 Einwohner zählenden Gemeinde stellen zu wollen.

Neuhausen Ebenso wie Wendlingen steht auch Neuhausen vor wichtigen Weichenstellungen im Nahverkehr. Der seit dem Jahr 1995 amtierende Bürgermeister Ingo Hacker (Freie Wähler) würde nur zu gerne die erste von Filderstadt nach Neuhausen einfahrende S-Bahn in Amt und Würden begrüßen. Weil das erst in ein paar Jahren der Fall sein wird, müsste der Amtsinhaber für eine vierte Amtszeit gewählt werden. Am 15. September entscheidet sich in der 12 000-Einwohner-Gemeinde, wer in den kommenden acht Jahren am Schalthebel der kommunalen Macht sitzen wird.

Schlaitdorf Ob die 1900 Einwohner zählende Gemeinde Schlaitdorf sich nach 16 Jahren an ein neues Gesicht im Rathaus gewöhnen muss, steht noch nicht fest. Amtsinhaber Dietmar Edelmann (Freie Wähler) will in den nächsten Tagen entscheiden, ob er erneut antritt. Als Wahltermin ist der 7. Juli ins Auge gefasst.




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