2020 gibt es keinen Meister in der DEL Warum das Saisonende im Eishockey sinnvoll ist

Die Saison im Eishockey ist nach der Hauptrunde beendet – der EHC Red Bull München und Adler Mannheim (weißes Trikot) treffen nicht mehr aufeinander. Foto: dpa/Lino Mirgeler

Die Deutsche Eishockey Liga geht in Europa voran und fällt mit der Beendigung der Saison eine historische Entscheidung – ein absolut richtiger Schritt findet unser Sportredakteur Joachim Klumpp.

Sport: Joachim Klumpp (ump)

Stuttgart - Eishockey gilt als schnellster Mannschaftssport der Welt. Und im Gegensatz zu anderen Verbänden im deutschen Sport hat die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) rasch und dennoch wohlüberlegt gehandelt. Konsequenz: Die Saison wurde vorzeitig beendet, noch bevor der erste Puck in den Play-offs über das Eis raste. Einen offiziellen Meister wird es 2020 nicht geben, damit bleibt Adler Mannheim amtierender Titelträger. Das verdient Lob in Zeiten eines Zickzackkurses, wie ihn derzeit zum Beispiel der deutsche Fußball veranstaltet, mit business as usual bei einzelnen Clubs (wie Union Berlin) und Geisterspielen im Rest der Republik.

 

Die DEL-Verantwortlichen haben sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, denn in der Publikumsgunst rangieren die Puckjäger nur hinter König Fußball mit einem Zuschauerschnitt von zuletzt knapp 6500. Angesichts solcher Zahlen lässt sich leicht ausmalen, welche Einnahmen den Clubs gerade jetzt zum Saisonhöhepunkt wegbrechen – eine Befürchtung, die auch in anderen Sportarten herrscht. Nun gibt es Zeit, die Finanzproblematik zu lösen, und es besteht die Hoffnung, dass die Politik die Clubs nicht hängenlässt. Denn aktuell steht es im deutschen Sport 1:0 – fürs Eishockey.

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