25. Tag des offenen Denkmals im Rems-Murr-Kreis Blick hinter die Kulissen hat Tradition

Von Annette Clauß 

Wie wäre es mit einem Ausflug auf den Backnanger Wasserturm oder ins Schorndorfer Röhm-Areal? Der Tag des offenen Denkmals am Sonntag bietet die Chance, selten zugängliche Gebäude zu erkunden.

In Schorndorf darf man  am Sonntag den Turm der Stadtkirche besteigen Foto: Stoppel/Archiv
In Schorndorf darf man am Sonntag den Turm der Stadtkirche besteigen Foto: Stoppel/Archiv

Rems-Murr-Kreis - Seit 25 Jahren bietet der Tag des offenen Denkmals die Chance, einen Blick hinter die Kulissen oder besser die Fassade von Gebäuden zu werfen, deren Türen sonst der breiten Öffentlichkeit verschlossen bleiben. Auch im Rems-Murr-Kreis gibt es Interessantes zu besichtigen – Besucher haben die Qual der Wahl. Wir stellen eine Auswahl von Denkmälern vor, die normalerweise nicht zugänglich sind. Einen Überblick über alle gemeldeten Besichtigungsangebote gibt es auf der Internetseite des Aktionstags.

Zum ersten Mal befüllt worden ist der rund 30 Meter hohe Wasserturm in Backnang am 7. März 1963. Normalerweise gilt hier die Regel: kein Zutritt für Unbefugte, aber am Sonntag machen die Stadtwerke eine Ausnahme. Zwischen 11 und 16 Uhr kann man das Bauwerk aus zylinderförmigen Sichtbetonelementen am Dresdener Ring im Zuge von Führungen besichtigen.

Besuch im Kunstmaler-Atelier

In Murrhardt ist zwischen 10 und 12.30 sowie von 13.30 bis 17 Uhr das Atelier des 1908 geborenen Porträt- und Landschaftsmalers Carl Obenland in der Lutzensägmühle 8 geöffnet. Im Atelier sind etliche Exponate und Utensilien des Kunstmalers zu sehen. Ebenfalls in Murrhardt kann man im Rahmen der Führung „Architektonische Geheimnisse“ von 16 Uhr an die Michaelkirche der Christengemeinschaft Murrhardt erkunden.

In der Mitte des 19. Jahrhunderts gegründeten Rosslederfabrik in Schorndorf ist bis in die 1970er-Jahre Schuhoberleder produziert worden. Seit einigen Jahren werden die 14 Gebäude des Röhm-Areals in der Weilerstraße 1 saniert. Mit Tanja Fuchslocher kann man bei Führungen um 11 und um 15 Uhr das Gelände erkunden. Bereits fertig saniert sind die zwei bäuerlichen Fachwerkhäuser mit der Adresse Im Sack 5 und 8. Zwischen 12 und 17 Uhr darf man ausnahmsweise einen Blick hinein und in die mittelalterlichen Gewölbekeller werfen. Deutlich weiter zurück in die Vergangenheit, nämlich ins alte Rom, führt das Angebot des Stadtmuseums am Kirchplatz 7: Dort dürfen sich Sechs- bis Zwölfjährige von 13 bis 17 Uhr in der Kunst des Mosaike-Legens üben und ihr Werk am Schluss nach Hause mitnehmen. Hoch hinaus kann man ab 12 und ab 16 Uhr klettern: Dann ist der Turm der mehr als 500 Jahre alten Stadtkirche für eine Besichtigung geöffnet, die an den sieben Glocken des Gotteshauses vorbeiführt und ein schöne Aussicht auf die Umgebung bietet.

Die wohl älteste Steinbrücke im Landkreis

Die vermutlich älteste große Steinbrücke des Landkreises steht in Weinstadt-Großheppach und war lange Zeit zugeschüttet. Das teils wieder frei gelegte Bauwerk in der Brückenstraße ist erst ab dem Jahr 2019 wieder frei zugänglich. Ungeduldige können die Brücke aber am kommenden Sonntag bei Führungen mit dem Stadtarchivar und Historiker Bernd Breyvogel um 14, 14.45 und 15.30 Uhr besichtigen. Alle Programmpunkte findet man hier.




Veranstaltungen