Der Start des VfB Stuttgart II ins Jahr ist zumindest ergebnistechnisch misslungen. Trainer Nico Willig schiebt Frust.
Wer Fußballspiele gewinnen will, der muss Tore schießen. Oder sich zumindest Chancen herausspielen, die dies ermöglichen. Und genau der Punkt ist es, der VfB-II-Trainer Nico Willig nach dem 1:2 (1:1) beim FC Ingolstadt 04 am meisten fuchst.
„Verdienter Sieg für Ingolstadt. Fußballspiele müssen für die Mannschaften entschieden werden, die die besseren Torchancen kreiert haben. Wir haben die entscheidenden Situationen nicht gut verteidigt“, haderte er mit der Harmlosigkeit seiner Mannschaft in der Offensive und der Schlafmützigkeit in der Defensive.
Denn der fand VfB zwar schnell eine Antwort auf die Schanzer-Führung – Noah Darvich konterte das 1:0 von Simon Lorenz (31. Minute) nur 60 Sekunden später gekonnt. Doch erst nach einem erneuten Nickerchen nach der Pause, Deniz Kaygin traf nach Vorlage des Ex-Stuttgarters Max Besuschkow (47.), nahm der VfB II das Heft so richtig in die Hand. Es entwickelte sich streckenweise ein Eishockey-ähnliches Powerplay. Wirklich hochkarätige Torchancen erspielte sich Stuttgart aber kaum mehr und so stand am Ende das 2:1 für Ingolstadt auf der Anzeigetafel.
„Wir fahren mit 60-70 % Ballbesitz heim, aber eben ohne Punkte und fressen so die zweite Pleite in Folge“, bilanzierte ein ernüchterter Willig. „In der Vorrunde haben wir aus solchen Spielen mehr rausgeholt. Da müssen wir wieder hinkommen.“ Die nächste Chance dazu bietet sich ihm und seiner Mannschaft am kommenden Sonntag, wenn der VfB II beim Tabellendritten SC Verl antritt.