34. Kayher Kirschblütenlauf „Nach zweitem Anstieg niemanden mehr gesehen“ – Lars Völter aus Ehningen siegt

Top Drei (v. li.) in Kayh: Mathias Schmidt, Lars Völter und Sören Becker. Foto: Holger Schmidt

Lars Völter hat beim 34. Kayher Kirschblütenlauf unter Beweis gestellt, dass er nicht nur auf Langlaufskiern zu Hause ist, sondern auch rennend über eine enorme Ausdauer verfügt.

Ein heftiger Regenguss kurz vor dem Start hielt insgesamt 680 Teilnehmer nicht davon ab, am 34. Kayher Kirschblütenlauf auf verschiedenen Strecken teilzunehmen. „Ein bisschen matschig, aber besser als gedacht“, lobte der in Ehningen wohnende Sieger des 14,2 Kilometer-Hauptlaufs, Lars Völter, den Untergrund.

 

Normalerweise ist er im Winter auf Langlaufskiern unterwegs. Doch seine ausgezeichnete Ausdauer hatte der 25-Jährige bereits beim Kirschblütenlauf 2025 bewiesen, als er Rang drei belegte. In diesem Jahr setzte er nach 49:52 Minuten noch einen drauf. Nach dem ersten Anstieg aus dem Ort hinauf zum Schönbuchrand lag Völter noch bis zu 100 Meter hinter dem später zweitplatzierten Ehninger Mathias Schmidt (52:25 Minuten) zurück, doch bergab gab er dann so richtig Gas und stürmte an seinem Kontrahenten vorbei.

Zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen

„Nach dem zweiten Anstieg habe ich niemanden mehr gesehen und bin einfach weitergelaufen“, schilderte der Sieger seine weitere Renntaktik. Zurück bei Start und Ziel an der Grafenberghalle hatte Völter zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Die angepeilten 50 Minuten unterboten und das Rennen gewonnen.

Dritter wurde Sören Becker (53:01 Minuten). Schon früh setzte er sich von seinen Mitstreitern ab, während nach vorne ebenfalls eine Lücke entstand. „Ab Kilometer zweieinhalb war ich alleine unterwegs“, so der 43-jährige Maichinger.

Große Starterfelder beim 34. Kayher Kirschblütenlauf. Foto: Holger Schmidt

Nachwuchsläufe noch stärker besetzt

Die Frauenwertung gewann die von Beginn an führende Romy Spannowski in 1:01:58 Stunde. Nur kurze Zeit später kam Svenja Erdmann (1:02:40 Stunde) ins Ziel. Das Podest komplettierte mit deutlichem Rückstand Clara Hamann (1:07:08 Stunde) knapp vor Viktoria Heilig (1:07:10 Minuten) vom Lauftreff Bondorf. Den Jedermannlauf über 7,4 Kilometer entschieden Jakob Schuldt (27:52 Minuten) und die Herrenbergerin Sabine Wieder (35:30 Minuten) für sich.

Zahlenmäßig noch stärker besetzt waren die Nachwuchsläufe. Der Jugendlauf über 3,8 Kilometer sah Aurel Widmaier vom Schickhardt-Gymnasium Herrenberg in 13:48 Minuten ganz vorne. Bei den Mädchen dominierte Emma Gomringer von der Jerg-Ratgeb-Realschule Herrenberg in 15:40 Minuten, die erst am Vortag im Trikot des SV Nufringen baden-württembergische Meisterin über 2000 Meter geworden war.

Drei Kinderläufe am frühen Vormittag

In den Kinderläufen ging es über 400, 600 und 1000 Meter so richtig zur Sache. Über die längste Distanz setzten Sylvester Schindler (3:16 Minuten) und Lena Bader (3:35 Minuten) die Bestzeiten. Über 600 Meter bei den Acht- bis Zehnjährigen taten dies Ben Maximilian Sohmer (1:57 Minuten) und Anne Herwanger (2:03 Minuten).

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