Die Aufbauarbeiten zum RockXplosion – Warmbronner Open Air sind in vollem Gang. Auf dem Waldsportplatz im Leonberger Teilorts gibt es drei Tage Metal, Punk und Alternative Rock.

Leonberg: Marius Venturini (mv)

Irgendwas ist immer. „Bei 30 Bands muss man immer froh sein, wenn am Ende auch wirklich alle dabei sind“, sagt Mike Bruster. Gemeinsam mit Angelika Gathmann ist er für die Projektleitung beim RockXplosion – Warmbronner Open Air zuständig. Bruster steht mitten auf dem Waldsportplatz außerhalb des Leonberger Teilorts – und berichtet davon, dass sich der Schlagzeuger einer Combo vor Kurzem den Arm gebrochen habe. Um welche Gruppe es geht, will Bruster nicht sagen. Und die Band wird Stand jetzt auch am Start sein, wenn es am Wochenende drei Tage lang rund geht. Nur kommen die Drums dann eben vom Band.

 

Wetter: wahrscheinlich nicht so schlimm wie angenommen

Der Aufbau für die 39. Ausgabe des Warmbronner Open Airs hat am Montag begonnen. Und trotz teilweise heftigen Regens läuft derzeit alles soweit nach Plan. Fürs Wochenende sind die Wettervorhersagen geteilt. „Vor drei Tagen sah es noch richtig furchtbar aus“, sagt Bruster. Inzwischen sind die Prognosen in der Tat nicht mehr ganz so schlimm. Die Regenjacke einzupacken, empfiehlt sich aber trotzdem, vermutlich ist auch festes Schuhwerk angeraten.

Mehr als 20 Helfende tummelten sich zu Beginn der Aufbauarbeiten auf dem Walfsportplatz, sie alle sind mit dem Jugendhausverein Leonberg verbandelt. „Es werden immer mehr, je näher der Start rückt“, weiß Bruster. Er spricht aus Erfahrung. Die Rolle des Projektleiters füllt er bereits mehrere Jahre aus, während des Open Airs wird er außerdem am Mischpult für den Sound auf und vor der X-Tension-Stage zuständig sein. Für die X-Plosion-Stage nebenan ist in bewährter Manier Jugendhaus-Urgestein Peter Trinkle verantwortlich.

Regen: Mit der ein oder anderen Schlammpfütze ist am Wochenende wohl zu rechnen. Foto: Simon Granville

In dessen routinierten Händen liegt somit auch der Start des RockXplosion am Freitag um 17.40 Uhr. Mit dem Technischen Death Metal von Virocracy geht es gleich richtig in die Vollen. Die Haupt-Acts an den drei Tagen sind am Freitag Elwood Stray (Post-Hardcore), am Samstag Von Welt (cineastischer Alternative Rock) und am Sonntag Flash Forward (Pop-Punk/Alternative Rock).

Aftershowpartys am Freitag und Samstag im Treff Warmbronn

Doch wenn auf dem Sportplatz am Freitag und Samstag der letzte Akkord verklungen ist, ist noch lang nicht Schluss. Es geht weiter bei den Aftershowpartys im Treff Warmbronn, Büsnauer Straße 69/1. Zu Fuß ist das Warmbronner Jugendhaus rund zehn bis 15 Minuten vom Gelände entfernt. Am Freitag gibt’s dort am 0.30 Uhr die RockXplosion-Karaoke. Der Samstag verspricht, ebenfalls ab 0.30 Uhr, eine „Back to the 90s“-Party. Der Eintritt ist, wie auch beim Open Air selbst, frei.

Kein Festival ohne Camping: Der Zeltplatz öffnet offiziell am Freitag um 15 Uhr. Er befindet sich wie im vergangenen Jahr in der Senke nördlich des neuen Warmbronner Friedhofs – ist diesmal allerdings etwas größer dimensioniert. Zu Fuß sind es rund zehn Minuten bis zum Waldsportplatz.

Keine Rollstuhltribüne mehr – aus gutem Grund

Doch nicht nur die Größe des Camping-Areals ist neu. Auch auf dem Festivalgelände selbst gibt es eine Änderung. Die kleine Rollstuhlrampe nebst Tribünchen am Mischpult für die X-Tension-Stage fällt weg. „Die wurde im vergangenen Jahr überhaupt nicht nachgefragt“, berichtet Bruster. So kehre man vom letztjährigen „FOH“-Turm (FOH steht für „front of house“ und bezeichnet den Standort des Sound- und Lichtmischpults im Zuschauerraum) zurück zur abgespeckten Variante im stabilen Zelt. „Das erleichtert auch den Aufbau“, so der Projektleiter.

Zeltaufbau, Fahrten zum Bauhof, Gespräche mit Ämtern, vieles ist mittlerweile Routine für die RockXplosion-Crew, die insgesamt rund 170 Personen umfasst. „Wir sind aber immer auf der Suche nach Leuten“, fügt Mike Bruster hinzu. Zwar stehe der Schichtplan für die diesjährige Festival-Auflage bereits. „Zu tun gibt’s aber immer was, auch beim Abbau“, bekräftigt er. Wer es sich also vorstellen kann, mit anzupacken, wendet sich per E-Mail an helfer@rockxplosion. Es winken Freigetränke, Festivalshirts und mehr.

Danach geht’s erstmal in die Therme

Und wenn das Open Air dann am Sonntagnacht in den Geschichtsbüchern steht, was dann? „Dann haben wir insgesamt drei Abbautage“, so Bruster. „Aber wir versuchen, es an zweien hinzubekommen – und dann geht am dritten das ganze Team geschlossen in die Therme.“

RockXplosion 2025 – Zeitplan

Freitag
Virocracy (17.40-18.25 Uhr), Goldmann (18.30-19.10 Uhr), Alqemiste (19.15-20.05 Uhr), Skeleton Pit (20.10-21.05 Uhr), Vicious Rain (21.10-22.05 Uhr), Mayflower (22.10-22.55 Uhr), Elwood Stray (23-0 Uhr).

Samstag
My Tomorrow (14-14.45 Uhr), The Lion’s Rage (15-15.45 Uhr), KizzRock (16-17 Uhr), Küste (17.15-18 Uhr), Litarium (18.10-18.50 Uhr), The Plastic Smile (19-19.50 Uhr), The Sixters (20-20.50 Uhr), Pentastone (21-21.50 Uhr), Von Welt (22-23 Uhr), The Journey Back (23.10-0 Uhr).

Sonntag
Grooving Guitar (12-12.45 Uhr), Bananenfuchs (13-13.45 Uhr), Dying Ducks (14-14.45 Uhr), Oxmo (15-15.45 Uhr), Stereo Dynamite (16-16.45 Uhr), Blast In The Wood (17-17.45 Uhr), Der Ganze Rest (18-18.50 Uhr), No Sports (19-19.50 Uhr), Enfys (20-20.50 Uhr), Flash Forward (21-22 Uhr).