Gewaltverbrechen in Weinstadt Soko nach Tötungsdelikt aufgelöst

Der tote Mann wurde am 4. Juni am Bahnsteig in Weinstadt-Endersbach gefunden. Foto: SDMG/Kohls
Der tote Mann wurde am 4. Juni am Bahnsteig in Weinstadt-Endersbach gefunden. Foto: SDMG/Kohls

Keine Woche nachdem ein 48-jähriger Mann tot in der Nähe des Endersbacher Bahnhofs aufgefunden wurde, ist die Sonderkommission, die mit der Aufklärung des Falls betraut war, aufgelöst worden. Ein 17-jähriger mutmaßlicher Täter sitzt in Untersuchungshaft.

Rems-Murr : Frank Rodenhausen (fro)
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Weinstadt - Keine Woche nachdem ein 48-jähriger Mann tot in der Nähe des Bahnhofs in Weinstadt-Endersbach (Rems-Murr-Kreis) aufgefunden wurde, scheint die Polizei sicher, den richtigen Täter verhaftet zu haben. Man habe die „Soko Bahnhof“ am Donnerstag aufgelöst, teilten das Polizeipräsidium Aalen und die Staatsanwaltschaft Stuttgart am Freitag mit.

Die Leiche des Mannes, der aus dem Rems-Murr-Kreis stammen soll, war am vergangenen Freitag gegen 5.30 Uhr entdeckt worden. Die Obduktion bestätigte den Verdacht, dass er gewaltsam zu Tode gekommen war. Die Kriminalpolizei spricht von einer „massiven äußeren Gewalteinwendung“, ohne diese genauer spezifizieren zu wollen. Noch am Tag des „schrecklichen Ereignisses“ habe man den Tatverdächtigen festnehmen können, heißt es jetzt in der gemeinsamen Mitteilung der Ermittlungsbehörden.

17-Jähriger gerät schon rasch ins Visier der Ermittler

Die Ermittler sind offenkundig davon überzeugt, dass der 17-jährige Jugendliche, der unter anderem auch durch Hinweise aus der Bevölkerung in ihr Visier geraten ist, auch der Täter ist. Jedenfalls sitzt dieser nicht nur nach wie vor in Untersuchungshaft, die Polizei hat jetzt auch die Sonderkommission aufgelöst, die sich fast ausschließlich um die Aufklärung des Falls bemüht hat. Ihr gehörten laut der Mitteilung zwischenzeitlich bis zu 63 Personen an und wurde durch Kräfte der Schutzpolizeidirektion, des Polizeipräsidiums Einsatz und der Polizei Stuttgart sowie der Bundespolizeiinspektion Stuttgart unterstützt. Auch das Landeskriminalamt sei mit kriminaltechnischen Untersuchungen und der Aufarbeitung digitaler Spuren in die Ermittlungen eingebunden gewesen.

Insgesamt habe man mehr als 80 Spuren generieren sowie 2,5 Terabyte Daten sicherstellen können. Deren Auswertungen würden indes voraussichtlich noch geraume Zeit in Anspruch nehmen. Die noch anstehenden Ermittlungen sollen nun von der Kriminalpolizei Waiblingen „im Rahmen der Alltagsorganisation“ fortgeführt werden.




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