„6 aus 49“ Lotto-Spieler müssen ab Herbst 2020 deutlich mehr zahlen

Von red/dpa 

Die Lotteriegesellschaften locken mit höheren Gewinnen. Dafür muss der Lottospieler aber auch tiefer in die Tasche greifen. Wer am Mittwoch und Samstag einen Schein ausfüllt, muss ab 2020 mehr zahlen.

Der Preis beim klassischen „6 aus 49“ soll für ein Tippfeld deutlich steigen. Foto: dpa/Jens Wolf
Der Preis beim klassischen „6 aus 49“ soll für ein Tippfeld deutlich steigen. Foto: dpa/Jens Wolf

Berlin - Lottospielen wird teurer: Ab Herbst 2020 soll der Preis beim klassischen „6 aus 49“ für ein Tippfeld auf 1,20 Euro steigen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus sicherer Quelle erfahren hat. Bislang kostete ein Feld für die Ziehungen am Samstag und Mittwoch 1 Euro. Für die Preissteigerung um 20 Prozent soll das Spiel aufgewertet werden. Am Nachmittag bestätigte der Deutsche Lotto- und Totoblock (DLTB) die Pläne. Demnach soll bereits bei sechs richtig angekreuzten Zahlen deutlich häufiger ein Gewinn in Millionenhöhe möglich sein. Bislang war noch zusätzlich die richtige Superzahl notwendig. Zu dem Preis für ein Feld kommt je nach Landeslotterie bei der Abgabe in einer Annahmestelle noch eine Bearbeitungsgebühr dazu.

Gewinnchancen bleiben gleich

Weitere Änderung: Der Jackpot soll nicht mehr nach der 13. Ziehung automatisch ausgeschüttet werden, sondern erst wenn die Grenze von 45 Millionen Euro erreicht ist. Die Laufzeit spielt dann keine Rolle mehr. Die Gewinnchancen beim klassischen Lotto am Mittwoch und Samstag („6 aus 49“) liegen auch nach den Änderungen bei 1 zu 140 Millionen.

„Die Lottospieler wünschen sich höhere Gewinne in allen Rängen. Mit einem neuen Gewinnplan wollen wir dies umsetzen“, sagt Georg Wacker, Geschäftsführer von Lotto Baden-Württemberg laut Mitteilung. Wacker verweist darauf, dass die Neuerungen unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die zuständigen staatlichen Stellen stehen.

Nach Angaben der Lotteriegesellschaft mit Sitz in Stuttgart setzen die Spieler beim „6 aus 49“, das es seit 1955 gibt, bundesweit jedes Jahr rund 3,5 Milliarden Euro ein.