900 Jahre Stuttgart-Hofen Brunnen soll zum Ortsjubiläum sprudeln

Von Iris Frey 

Hofen feiert im Jahr 2020 sein 900-jähriges Ortsjubiläum. Der Bezirksbeirat wünscht sich, dass der historische Brunnen dann wieder sprudelt.

Der Bezirksbeirat Mühlhausen hat die Absicht, den historischen Brunnen zum Ortsjubiläum wieder zu aktivieren. Foto: Frey
Der Bezirksbeirat Mühlhausen hat die Absicht, den historischen Brunnen zum Ortsjubiläum wieder zu aktivieren. Foto: Frey

Hofen - Der Bezirksbeirat Mühlhausen hat kürzlich mehrere Absichtsbeschlüsse gefasst. Unter anderem will er den historischen Brunnen beim Fährhäusle in Hofen wieder aktivieren. Der Bezirksbeirat hat auf Vorschlag der CDU-Bezirksbeiratsfraktion im Rahmen des Bezirksbudgets beantragt, dass der historische Brunnen in der Nähe des Fährhäusle in Hofen in der Scillawaldstraße wieder als Wasserbrunnen reaktiviert wird. In der Begründung führt die Fraktion auf, dass im Jahr 2020 das Ortsjubiläum von Hofen stattfindet und in dem Zusammenhang eine Reaktivierung des Brunnens wünschenswert wäre. Der Brunnen steht an einer Stelle, an der gemäß einer Zeichnung aus dem Jahr 1885 bereits ein Ziehbrunnen zu finden war.

„Beim Ortsjubiläum 2020 feiern wir 900 Jahre Hofen. Nicht die erste urkundliche Erwähnung, aber die erste schriftliche Nennung“, erklärt Ortshistoriker Wolfgang Zwinz vom Bürgerverein Hofen. Bei der ersten Erwähnung geht es um den ältesten Nachweis eines Ortes in der schriftlichen Überlieferung. Im Fall von Hofen ist im vierten Teil des „Codex Hirsaugiensis“ die Nennung Hofens enthalten. Dieses „Traditionsbuch“, ein Schenkungsbuch, gilt als eine der wichtigsten Quellen für das ausgehende 11. und 12. Jahrhundert. Das Buch wurde erst um 1500 geschrieben, so Zwinz, der sich damit intensiv befasst hat. In Vorbereitung auf dieses Ortsjubiläum steht zudem die Sanierung des Kelterplatzes, die im kommenden Jahr erfolgen soll.

Gremium fasst weitere Beschlüsse

Der Bezirksbeirat Mühlhausen hat zwei weitere Absichtsbeschlüsse gefasst, die sich auf den Stadtbezirk beziehen. So hat die CDU-Fraktion im Rahmen des Bezirksbudgets die Anschaffung von Defibrillatoren für öffentliche Einrichtungen (Schulen, Sporthallen, Bürgerhäuser, Feuerwehren, Begegnungsstätten und das Bezirksrathaus) beantragt. Standorte müssen noch detailliert festgelegt werden. Hierbei sollen neben den Kosten für die Anschaffung auch die wartungs- und Schulungskosten für rund fünf Jahre einkalkuliert werden. Der Bezirksbeirat hat dem einstimmig zugestimmt. SPD-Bezirksbeirätin Jana Schuster hatte zudem ergänzt, ob auch Defibrillatoren auf öffentlichen Plätzen angebracht werden könnten. Auch Jochen Brust plädierte dafür, dass solche Einrichtungen an einem öffentlich zugänglichen Ort sein müssen, etwa auf viel belebten Plätzen. Gerd Schmid (FDP) erklärte, der Bürgerverein Neugereut habe einen Defibrillator, im Bürgerhaus sei er erlaubt. Auch er plädierte dafür, einen Platz zu finden. Schmid verwies darauf, das die Björn-Steiger-Stiftung dem Bürgerverein geholfen habe.

Ein weiterer Absichtsbeschluss bezieht sich auf Lotsenpunkte für Rettungseinsätze, die im Stadtbezirk Mühlhausen aufgebaut werden sollen. Hier hat die CDU-Fraktion im Rahmen des Bezirksbudgets die Beschaffung von Informationstafeln und Einrichtung von Lotsenpunkten für Rettungseinsätze im Stadtbezirk beantragt. Die Lotsenpunkte dienen den Rettungsdiensten und Feuerwehren zur besseren Orientierung bei einem Notfall-Einsatz. Auch dieser Beschluss wurde vom Bezirksbeirat einstimmig befürwortet.

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