900 Mietwohnungen im Kreis Esslingen Hier baut die Kreissparkasse in großem Stil

Im Neckarpark in Nürtingen hat die Kreissparkasse 155 Wohnungen gebaut. Foto: Ines Rudel

Neue Wohnungen in Esslingen, Nürtingen und in Zukunft auch in Kirchheim: Die Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen baut ihr Geschäft als Vermieterin im Kreis Esslingen aus. Nach Abschluss mehrerer großer Bauprojekte hat sie 900 Wohnungen im Bestand.

Das Wohnen im Kreis Esslingen verteuert sich weiter. Während Immobilienkäufer im vergangenen Jahr teilweise von Preisrückgängen profitierten, mussten Mieterinnen und Mieter nach dem Umzug meist mehr bezahlen. Vor diesem Hintergrund will die Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen (KSK) ihr Geschäft mit Vermietungen ausbauen.

 

Kai Scholze, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der KSK, hatte bereits im vergangenen Jahr angekündigt, dass die Bank ihr Engagement als Vermieterin ausbauen werde. Er begründete dies mit der Marktkonstellation, in der viele Bauträger ihre Neubauprojekte zurückstellten, während die Nachfrage nach Wohnraum weiter hoch sei.

Wohnungen im Neckarpark in Nürtingen bezogen

Die zum Siechenhaus gehörige Kapelle steht im Herzen des neuen Quartiers Neckarpark. Foto: Ines Rudel

Scholze wies besonders auf ein Projekt der Kreissparkasse hin: „Mit dem urbanen Wohnquartier Neckarpark Nürtingen und der angegliederten Kindertagesstätte haben wir ein neues Kapitel aufgeschlagen.“ Die 155 Wohnungen mit unterschiedlicher Größe eigneten sich für verschiedenste Ansprüche. Das Projekt steht nun kurz vor dem Abschluss. 72 Haushalte haben bereits ihre neuen Wohnungen bezogen.

Auf dem ehemaligen Psychiatrie-Areal entstehen in zehn Neubauten insgesamt mehr als 14 000 Quadratmeter Wohnfläche, und das 500 Jahre alte frühere Siechenhaus, das unter Denkmalschutz steht, beherbergt eine Kita. Um die zum Siechenhaus gehörige Kapelle soll eine „grüne Mitte“ für das Viertel entstehen.

Die Kindertagesstätte soll im Herbst in Betrieb gehen. Die Arbeiten werden im Juni abgeschlossen, etwa ein Jahr früher als ursprünglich geplant. Die Kreissparkasse hat in das Projekt zwischen der B 313 und dem Neckar früheren Angaben zufolge etwa 70 Millionen Euro investiert.

Wohnungen statt Büros in Kirchheim

Ein Teil der Bankgebäude in Kirchheim soll Wohnungen weichen. Foto: Ines Rudel

Noch in diesem Jahr beginnen sollen die Arbeiten am Kreissparkassen-Areal an der Alleenstraße in Kirchheim. Hier gibt es mehr Fläche, als die Beschäftigten der Bank für ihre Arbeit benötigen. „Die klassische Schalterhalle, wie sie in Kirchheim noch zu finden ist, die Vielzahl an Büros und der damit einhergehende Raumbedarf gehören der Vergangenheit an“, sagte der Pressesprecher Ulrich Unger vor einigen Wochen. Deswegen wird ein Teil der Gebäude abgerissen und durch Wohnraum ersetzt. „Dabei bleibt der das Stadtbild prägende Sparkassentrakt an der Alleenstraße erhalten“, teilt die Bank weiter mit.

Geplant sind fünf Neubauten mit 63 Wohnungen, Geschäfts- und Praxisräumen sowie ebenfalls eine Kita. Mit dem Abriss will man im Herbst beginnen, das Projekt soll bis 2028 abgeschlossen sein. Die KSK schätzt die Investitionssumme auf 57 Millionen Euro.

Mieten zu marktgerechten Preisen

Die KSK-Tochter ITG besitzt auch 33 Wohnungen auf der Esslinger Flandernhöhe. Kürzlich war Schlüsselübergabe. Foto: Roberto Bulgrin

Kürzlich abgeschlossen hat die Kreissparkasse ein drittes Wohnbauprojekt: 33 Wohnungen im Esslinger Quartier Flandernhöhe gehören der KSK-Tochter ITG. Elf davon hat sie den Städtischen Pflegeheimen und der Sozialstation in Esslingen zur Verfügung gestellt, die sie wiederum an Mitarbeitende weitervermieten.

„Wenn alle derzeitigen Projekte abgeschlossen sind, werden wir etwa 900 Wohnungen im Bestand haben“, sagte Burkhard Wittmacher, der Vorsitzende des KSK-Vorstands, in dieser Woche bei der Vorstellung der Jahresbilanz der Kreissparkasse. Die KSK biete die Wohnungen zu marktgerechten Preisen an. Einige sind außerdem sozial gefördert, derzeit 23, nach Abschluss der genannten Projekte 88.

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