A2 bei Magdeburg Nach Unfall gegafft, aber nicht geholfen

Von SIR/dpa 

Nach einem schweren Unfall auf der A2 bei Magdeburg sind Polizei und Rettungskräfte fassungslos über das Verhalten einiger Autofahrer. Sie hätten Opfer auf der Fahrbahn regelrecht umfahren, statt anzuhalten und zu helfen.

Rettungskräfte stehen am Samstag an einer Unfallstelle auf der Autobahn A2 bei Schackensleben (Sachsen-Anhalt). Sechs Menschen sind bei dem schweren Unfall verletzt worden - geholfen haben vorbeifahrende Autofahrer nicht. Foto: Polizei/dpa
Rettungskräfte stehen am Samstag an einer Unfallstelle auf der Autobahn A2 bei Schackensleben (Sachsen-Anhalt). Sechs Menschen sind bei dem schweren Unfall verletzt worden - geholfen haben vorbeifahrende Autofahrer nicht. Foto: Polizei/dpa

Schackensleben - An schwer verletzten Unfallopfern sind mehrere Autofahrer auf der Autobahn 2 bei Magdeburg ohne Halt vorbeigefahren. Die Polizei sprach von einem „unbeschreiblichen Verhalten“. Die Autofahrer hätten sich über den Standstreifen am Unfallort bei Schackensleben vorbeigedrängelt. Auf der Straße liegende Unfallopfer seien regelrecht umkurvt worden. Einsatzkräfte hätten dies schließlich beendet, indem ein Streifenwagen auf den Standstreifen gestellt wurde. Die Polizei leitete Verfahren wegen unterlassener Hilfeleistung ein und startete einen Zeugenaufruf.

Am Samstagnachmittag war ein 44-Jähriger aus Nordrhein-Westfalen mit seinem Auto auf ein Stauende gekracht. Die Wucht des Aufpralls schob mehrere Fahrzeuge aufeinander, sechs Menschen wurden verletzt. Der Wagen des 44-Jährigen blieb auf dem Dach liegen. Über zweieinhalb Fahrbahnen der dreispurigen Autobahn zog sich das Trümmerfeld hin.




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