Ab 2020 olympischer Sport Indonesierin bricht Weltrekord im Speed-Climbing

Von Jan Merklinger 

7,7 Kilometer pro Stunde ist für viele schon ein flottes Gehtempo. Die Indonesierin Aries Susanti Rahayu schaffte diese Geschwindigkeit allerdings in die Höhe – mit einer Verletzung an Hand und Finger.

Schon Klettern ohne Zeitdruck bringt viele an ihre Grenzen (Symbolbild) Foto: factum/Weise/Andreas Weise
Schon Klettern ohne Zeitdruck bringt viele an ihre Grenzen (Symbolbild) Foto: factum/Weise/Andreas Weise

Xiamen - Wie selbstverständlich klettert Aries Susanti Rahayu die Kletterwand hoch. Ungeachtet der ohnehin schon anspruchsvollen Griffpositionierung auch noch in einem Tempo, das viele auch beim Gehen schon herausfordert. 6,995 Sekunden sind es am Ende für die 15 Meter hohe Wand, umgerechnet etwa 7,7 Kilometer pro Stunde – neuer Frauen-Weltrekord im Speed-Climbing.

Die 24-jährige Indonesierin hat bereits den Spitznamen „Spiderwoman“ verpasst bekommen. Nicht ohne Grund: Zum Wettkampf im Rahmen des IFSC-Kletterweltcup in der chinesischen Stadt Xiamen trat Rahayu mit einer Verletzung an Hand und Finger an, was sie nicht davon abhielt, den Weltcup zu gewinnen.

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Ihre Konkurrentin im Finale, die Chinesin Son Yiling, hatte erst im April den bisherigen Rekord aufgestellt. Dabei schaffte sie die international standardisierte Strecke in 7,101 Sekunden.

Neben Bouldern und Schwierigkeits-Klettern (Lead) ist Speed-Climbing eine von drei Kletterdisziplinen, deren Wettkämpfe 2020 in Tokio erstmals bei den olympischen Spielen ausgetragen werden. Nach ihrem Erfolg beim Weltcup dürfte klar sein, dass Rahayu dort zu den Favoritinnen für eine Goldmedaille zählt.

Sehen Sie hier das Video des Weltrekords: