Festlich schmücken Ab wann Weihnachtsdeko?

Bis Dezember warten? Foto: Oleksandra Mykhailutsa / shutterstock.com
Bis Dezember warten? Foto: Oleksandra Mykhailutsa / shutterstock.com

Wie früh ist zu früh? Auf welche Punkte sollte man achten und wie lange kann man die Weihnachtsdekoration stehen lassen? Wir beantworten alle Fragen hier im Artikel.

Digital Unit: Lukas Böhl (lbö)
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Weihnachtsdeko: Ab wann angemessen?

Weihnachtstypische Leckereien werden bereits ab September angeboten, dennoch beginnt das festliche Schmücken der Innen- und Außenräume erst wesentlich später. Wer sich unsicher ist, wann er die Weihnachtsdekoration aufstellen darf, kann den ersten Advent ins Auge fassen. Spätestens dann laufen im Radio „Last Christmas“ und Co in Dauerschleife und die Vorweihnachtszeit ist offiziell eingeläutet. In diesem Jahr fällt der erste Advent auf den 29.11.


Gedenktage im November berücksichtigen

Natürlich ist das Aufstellen von Weihnachtsdekoration immer auch eine persönliche und länderspezifische Entscheidung. Die Amerikaner beginnen zum Beispiel schon nach Thanksgiving mit dem Schmücken. In Deutschland ist die Lage jedoch etwas anders, da im November viele Totengedenktage begangen werden. Während dieser Zeit sollte aus Respekt gegenüber der Andacht noch keine Weihnachtsdeko aufgestellt werden.
 

  • 1. November: Allerheiligen
  • 2. November: Allerseelen
  • Zwei Sonntage vor dem ersten Advent: Volkstrauertag
  • Letzter Sonntag vor dem ersten Advent: Totensonntag

Merke: Wem der erste Advent zu spät ist, um die Weihnachtsdekoration aufzustellen, der kann nach dem Totensonntag mit dem Schmücken beginnen. 2020 wäre dies Montag, der 23.11.

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Ab wann Weihnachtsbaum?

Traditionell wurde der Weihnachtsbaum in Deutschland erst am 24.12. aufgestellt, also am Tag vor Heiligabend. Die Ernte der Weihnachtsbäume beginnt jedoch schon Ende November, ein frühzeitiges Aufstellen ist also möglich. Wenn der Weihnachtsbaum für Sie zur Vorweihnachtszeit dazu gehört, können Sie ihn mit der restlichen Weihnachtsdeko aufstellen. Allerdings müssen Sie den Baum dann pflegen, damit er auch noch an Heiligabend schön grün ist, wie der Verband Natürlicher Weihnachtsbaum mitteilt. Je kurzfristiger Sie kaufen, desto frischer ist der Baum zum Fest. Davon abgesehen sollten Sie ihm vor dem Schmücken mindestens einen Tag Zeit lassen, um die Zweige wieder aufstellen zu können.

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Wie viel Weihnachtsdeko ist erlaubt?

Grundsätzlich können Sie innerhalb Ihrer eigenen vier Wände schalten und walten, wie Sie wollen. Kritisch wird es erst bei der Außendekoration von Fassaden, Balkonen und auch Treppenhäusern. Der Deutsche Mieterbund gibt daher einige nützliche Tipps, damit die Weihnachtszeit nicht im Nachbarschaftsstreit endet.
 

  • Lichterketten und Weihnachtsschmuck an Fenstern und Balkonen gehören in der Regel zum üblichen Gebrauch der Wohnung und können weder von Vermietern noch von Nachbarn beanstandet werden. Allerdings dürfen Lichtelemente nicht die ganze Nacht blinken. Hier gilt es, sich an die Nachtruhe zu halten. Ab 22:00 Uhr sollten Sie Lichterketten, blinkende Rentiere oder auch singende Weihnachtsmänner ausschalten.
  • Bei sämtlicher Weihnachtsdeko an der Fassade muss sichergestellt werden, dass diese fest montiert ist und nicht zur Gefahrenquelle für andere wird. Dies umfasst auch die Sturmsicherung.
  • Wer in einem Mietshaus wohnt und die Fassade schmücken möchte, muss sich die Erlaubnis seines Vermieters einholen. Dies gilt insbesondere, wenn dafür gebohrt werden muss. Schließlich wird nur die Wohnung vermietet, nicht die Fassade.
  • Auch das Treppenhaus in Mehrfamilienhäusern ist tabu. Zwar ist ein Adventskranz an der Tür laut Deutschem Mieterbund in Ordnung, weitere Dekorationsgegenstände, Duftsprays oder gar Duftkerzen sind jedoch nicht gestattet. Fluchtwege müssen selbstverständlich freigehalten werden. Im Zweifelsfall lohnt sich ein Blick in die Hausordnung. Dort ist manchmal festgelegt, was an Dekoration zu Weihnachten erlaubt ist und was nicht.

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Wie lange Weihnachtsdeko aufgebaut lassen?

Für viele Deutsche endet das Weihnachtsfest bereits nach dem 26. Dezember. Spätestens am 06. Januar, dem Fest der Erscheinung, werden dann die Tannenbäume abgebaut. Der Alltag kehrt zurück und mit ihm der Stress, der keinen Platz für die besinnliche Deko lässt. Nach alter Kirchentradition beendet jedoch erst der 02. Februar (Darstellung des Herrn), also der 40. Tag nach Heiligabend, die Weihnachtszeit. An diesem Tag werden in den Kirchen die Krippen abgebaut und Kerzen für das neue Jahr geweiht. Viele Gläubige lassen die Weihnachtsdekoration samt Baum daher bis Mitte oder Ende Januar stehen.

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