Abba plant Comeback Welterfolge ohne Ende

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Superstars muss sich Simon Fuller nämlich nicht mehr backen, er hat sie schon. Alle Superlative rund um Abba aufzuzählen, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Bis heute 380 Millionen verkaufte Tonträger (wobei es sich um eine grobe Schätzung handelt), Hits ohne Ende und ein gänzlich unverblasster Ruhm, der auch bald 35 Jahre nach Ankündigung der „kurzen Pause“ tagtäglich nachhörbar ist in allen Radiostationen dieser Welt, allabendlich auf diversen Musicalbühnen rund um den Globus, bei unzähligen Auftritten von Tributebands, in Partykellern wie auf Tanzflächen. Unzählige Welterfolge, angefangen bei ihrem internationalen Durchbruch beim Eurovisions-Grand-Prix 1974 mit „Waterloo“ über unzählige Riesennummern wie „The Winner takes it all“, „Mamma mia“ oder „Dancing Queen“, geschrieben wie am Fließband, sind die Grundlage für den immensen Erfolgs der vermutlich weltbekanntesten Band. Sorgsam und brillant komponiert wurden sie von den beiden Herren des Quartetts, scheint’s ohne Unterlass und stets mühelos aus dem Ärmel geschüttelt. Sie allein strahlen eine Kraft aus, die alles überdauert hat. Hinzu kommt schließlich noch das strahlende Image dieser vier stets heiter und sorglos musizierenden Schweden, deren gesamte Karriere von vernachlässigbaren Petitessen abgesehen völlig skandalfrei verlief.

Man darf gespannt sein

Steinreich sind sie dabei natürlich auch geworden. So wohlhabend sogar, dass sie im Jahr 2000 das Angebot eines britisch-amerikanischen Konsortiums ablehnten, sich für hundert Konzerte wiederzuvereinen. Kein Scherz: Eine Milliarde Dollar wurde ihnen dafür geboten, und da musste selbst Benny Andersson einräumen, dass dies eine Menge Geld sei. Dennoch lehnten sie ab, mit der bemerkenswerten Begründung, dass gerade der Verzicht auf ein Comeback das Geheimnis ihres überdauernden Erfolgs sei.

Womöglich haben sie damit sogar recht. Umgekehrt: eine Wiedervereinigung nach der „kleinen Pause“, wie wäre das schön. Eine prima Tournee dazu. Bunte Spandex-Glitzeranzüge, prächtig illuminierte Showtreppen und was man sich sonst noch alles herrlich vor dem geistigen Auge ausmalen könnte. „Chiquitita“ und „Fernando“ bei einem herrlichen Greatest-Hits-Abend, der angesichts ihres Riesenrepertoires an Riesenerfolgen wahrlich zu einem Greatest-Hits-Abend würde. In Stockholm, Las Vegas oder gar – um mit ihrem Hit „I have a Dream“ weiterzuträumen – im Stuttgarter Fußballstadion. Wenigstens für ein einziges Konzert, wenngleich man sich gar nicht ausmalen möchte, welche Arena für Abba groß genug wäre. Ganz leibhaftig oder notfalls auch in „Virtual-Reality-Technologie“, was man sich auch darunter vorstellen mag.

Die Spannung steigt also, trotz der vagen Ankündigung. Und wie auch immer die Sache ausgeht: Der nächste Rekord dürfte der Band, die am 11. Dezember 1982 ihr letztes Konzert gab, aber noch immer alljährlich drei Millionen CDs verkauft, auf jeden Fall gewiss sein.