Seit Jahren haben Eltern appelliert, den maroden Abenteuerspielplatz auf Vordermann zu bringen. Jetzt kommt nochmals der Ruf von Betroffenen, die Einrichtung weiterzuentwickeln.
Monika Kurfeß aus Hofen hat selbst als Mutter die Angebote des Abenteuerspielplatzes Neu-Stein-Hofen in der Hartwaldstraße gerne genutzt. „Es ist ein toller Ort“, sagt sie. Sie war mit ihrer Tochter dort. Diese ist nun 35 Jahre alt und hat selbst ein Kind. Auch als Großmutter ist es für Kurfeß wichtig, dass der Abenteuerspielplatz, der auch Pferde, Schafe und Hasen hält, erhalten bleibt. Denn es gibt Befürchtungen in der Bevölkerung, dass sich weiterhin nichts tut und Gebäude und Gelände auch künftig nicht ertüchtigt werden.
Deshalb hatte sich auch die Soziale Stadt Neugereut dem Thema vor einiger Zeit angenommen und das Projekt vorangetrieben. Im vergangenen Doppelhaushalt wurden Mittel für den Abenteuerspielplatz in Höhe von 2,7 Millionen Euro eingestellt. Es gibt einen Vorentwurf und sogar Gutachten. Das Geld war im laufenden Haushalt bewilligt worden – und muss nun in den neuen Haushalt überführt werden. Ob das klappt, steht derzeit in den Sternen.
Altes Gebäude soll ersetzt werden
Kurfeß erinnert sich an die Anfänge des Abenteuerspielplatzes. Damals ist das Hauptgebäude aus einem abgebauten Getränkemarkt entstanden. Dann kam noch ein Anbau dazu. Seither sei nicht passiert, beklagt sie. Früher war es ein Verein, der den Abi betrieb, vor ein paar Jahren hat die Stuttgarter Jugendhausgesellschaft die Trägerschaft übernommen. Jetzt soll der Bau durch einen Neubau ersetzt werden. „Das ist dringend“, sagt Kurfeß, die auch CDU-Fraktionsvorsitzende im Bezirksbeirat Mühlhausen ist. Zwar werde der Abi gepflegt, aber irgendwann sei das nicht mehr möglich. Zum Abi kämen Kinder und Jugendliche aus Neugereut, Steinhaldenfeld und Hofen, so Kurfeß.
Appell an alle Fraktionen im Gemeinderat
Kurfeß appelliert an alle Fraktionen im Gemeinderat, die Gelder für den Abenteuerspielplatz im Zuge der Sparbemühungen der Kommune nicht zu streichen. Aus ihrer Sicht und der anderer Bürger dürfe nicht an Kindern und Jugendlichen gespart werden. Der Ort müsse erhalten und ertüchtigt werden. Schließlich werde auf dem Abi auch regelmäßig Ferienbetreuung angeboten, die die Eltern entlaste, sagt sie.