Abfall in Stuttgart Nicht jeder Trödel kommt in den Sperrmüll

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Der Stuttgarter Eigenbetrieb Abfallwirtschaft (AWS) appelliert an die Bürger, sich an Regeln für den Sperrmüll zu halten. Wilde Deponien kosteten die Allgemeinheit jedes Jahr viel Geld, warnt die AWS.

Berge von Trödel in den Straßen entstehen oft schneller als gedacht. Deshalb bittet die AWS darum, stets Sperrmüll bei der Stadt zu beantragen. Foto: dpa
Berge von Trödel in den Straßen entstehen oft schneller als gedacht. Deshalb bittet die AWS darum, stets Sperrmüll bei der Stadt zu beantragen. Foto: dpa

S-Mitte - Manche machen es sich einfach. Was im Haushalt nicht mehr benötigt wird, wird auf die Straße gestellt mit einem Schild „Zu verschenken“. Doch nur, wenn die Haushaltsgegenstände als Sperrmüll angemeldet worden sind, ist eine solche Freigiebigkeit auch gestattet. Bürger tun sich bei der Entsorgung alter Möbel, Geschirrs oder Elektrogeräten bisweilen schwer. Der städtische Eigenbetrieb Abfallwirtschaft (AWS) informiert unter www.stuttgart.de/sperrmuellbestellung darüber, was als Sperrabfall deklariert und zur Abholung an den Straßenrand gestellt werden kann.

Bürger können auf der Internetseite auch den Sperrmüll online bestellen. Möglich ist das auch unter der Stuttgarter Telefonnummer 0711/216-88 700 oder mithilfe der dafür vorgesehenen Postkarte aus dem Abfallkalender. Die AWS holt den Sperrabfall in der Regel nach drei bis sechs Wochen ab. Sie informiert vorab per Postkarte über den Termin. Der Sperrmüll muss am Abfuhrtag vor 6.45 Uhr morgens am Grundstück möglichst nah an der Fahrbahn deponiert werden. Wer nicht so lange warten möchte, kann gegen eine Gebühr von 60 Euro einen Express-Sperrmüll für drei Kubikmeter Abfall beantragen. Dann wird der Abfall werktags innerhalb von 48 Stunden abgeholt.

Fachhandel nimmt Elektrogeräte an

Wer seinen Sperrmüll an die Straße stellt, sollte beachten, dass die AWS nicht jeden Trödel mitnimmt. Problemstoffe müssen gesondert entsorgt werden. Die Mitarbeiter der AWS lassen aber auch Altglas, Reifen, Bauschutt, Renovierungsabfälle wie alte Heizkörper oder Laminat stehen. Auch kleine Elektrogeräte wie zum Beispiel alte Kaffeemaschinen oder Radiowecker sind kein Sperrmüll. Sie können seit Jahren auch bei einem Fachhändler abgegeben werden, wenn der Weg zum nächsten Recyclinghof zu weit ist. Die AWS entsorgt hingegen größere Elektrogeräte wie Fernseher oder Kühlschränke als Sperrabfall. Ebenso nimmt sie Metallgegenstände mit von Wäscheständern, Bettgestellen bis hin zu Leitern. Brennbare Gegenstände wie Teppiche, Matratzen oder Betten können gleichfalls als Sperrmüll entsorgt werden.

 

Die AWS appelliert an die Verbraucher, sich an diese Regeln zu halten. Ebenso warnt sie davor, zu beantragtem Sperrmüll Gegenstände hinzuzustellen. Die Mitarbeiter der AWS nähmen nur beantragte Abfälle mit. Die Anlieger müssten dann liegen gebliebenen Müll entsorgen, erklärt die AWS. Geschieht dies nicht, ist häufig eine wilde Abfalldeponie am Straßenrand die Folge. Sie wächst von selbst, bis die AWS sie doch beseitigen muss, da oft ganze Gehwege versperrt sind. Hunderte Tonnen von ungenehmigt abgestellten Trödel in Stuttgart wurden allein 2017 entsorgt, teilt der Betrieb mit. Die Kosten trage dafür die Allgemeinheit, erklärt die AWS.

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