Was ändert sich? Die System Flach und Rund wird eingestellt. In die grüne Flach-Tonne darf nur noch Papier, Pappe und Kartonage. Verpackungen aus Kunststoff, Aluminium oder Blech (etwa Tetrapacks, Shampooflaschen, Dosen, Folien oder Styropor) gehören in die neuen schwarzen Tonnen mit gelbem Deckel. Für Glas stellt die Abfallverwertungsgesellschaft Ludwigsburg (AVL) blaue Glasboxen oder Glastonnen zur Verfügung, die ebenfalls in den vergangenen Wochen verteilt wurden. Respektive verteilt werden sollten.
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Wann geht es los? Offiziell zum 1. Januar 2022, aber schon jetzt müssen die Haushalte Vorkehrungen treffen. Wenn die letzte Flach-Leerung für 2021 erfolgt ist, darf in die Tonne nur noch Papier, Pappe und Kartonage. Folien und Styropor dürfen dort nicht mehr entsorgt werden. Die Rund-Tonnen, die nun ausgedient haben, dürfen nach der letzten Leerung 2021 überhaupt nicht mehr befüllt werden.
Wann werden die ausgedienten Rund-Tonnen abgeholt? Ab Januar, heißt es recht unkonkret auf der Homepage www.verpackungsabfall-lb.de. Die genauen Termine für die Kommunen im Kreis stehen noch nicht fest. Die Hauseigentümer werden gebeten, die Tonnen solange zwischenzulagern. Wer sie schon früher zurückgeben will, muss die Tonnen selbst zu Prezero nach Asperg oder zu Kurz-Entsorgung nach Benningen fahren.
Was tun, wenn man zu viele blaue oder gelbe Tonnen bekommen hat? Die beiden Unternehmen, die die Tonnen für die AVL ausliefern, machen es sich einfach. Erst von Februar an können die Bürger über die Internetseite www.verpackungsabfall-lb.de beantragen, dass zu viel gelieferte Tonnen zurückgenommen werden. Oder dass Gefäße etwa für den Glas-Abfall getauscht werden. Zumindest für ersteren Fall gilt: Wer nicht so lange warten mag, kann die Tonnen auch selbst durch den Landkreis karren und in Asperg oder Benningen abgeben. „Ich frage mich, wie ich mit meinem Fiat Panda zwei 240-Liter-Behälter nach Asperg fahren soll“, schreibt eine Leserin aus Kornwestheim, der die Mülltonnenausfahrer gleich zwei Tonnen zu viel vor die Haustür gestellt haben.
Was tun, wenn Tonnen fehlen? „Unser Ziel ist es, die Verteilung der gelben und blauen Behälter pünktlich zum Systemwechsel am 1. Januar 2022 abzuschließen“, heißt es beim Asperger Unternehmen Prezero. Allerdings läuft es bei den blauen Sammelkörben für Glas nicht rund. Wegen fehlender Rohstoffe konnten die Boxen nicht rechtzeitig produziert und ausgeliefert werden. „Wir setzen alles daran, alle Haushalt, die bis dato noch keine Sammelbox erhalten haben, bis zum Jahresende zu beliefern“, sagt Beatrice Thoma von Prezero. Und wenn das nicht klappt? Dann sollten die Kunden den Glasmüll zwischenlagern oder zu den Glascontainern bringen, so die Empfehlung des Unternehmens. Freilich, wo die Boxen überall noch nicht verteilt wurden, das teilte die Firma trotz mehrfacher Nachfrage nicht mit. Unserer Zeitung teilten Leser in Freiberg, Bietigheim-Bissingen, Sersheim, Sachsenheim , Ludwigsburg und Asperg mit, dass sie noch keine Boxen erhalten hätten.
Gibt es weitere Änderungen? Auch bei der Abfuhr der Restmüll- und der Biotonne sowie des Sperrmülls kommt es zu Änderungen. Dafür zeichnet mit dem neuen Jahr die Firma Alba Süd verantwortlich. Das neue Abfuhrunternehmen müsse sich zunächst auf die Gegebenheiten im Kreis Ludwigsburg einstellen, weist das Landratsamt vorsorglich auf eventuell auftretende Probleme in den ersten Wochen hin. Ein Großteil der Beschäftigten sei neu eingestellt worden. „Zum Jahresanfang 2022 kann es daher zu Verspätungen und Nachfahrten kommen.“
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