Abgesagter Barock-Weihnachtsmarkt Händler dürfen im Schlosshof verkaufen

Im vorderen Hof des Schlosses – hier bei den Leuchtenden Traumpfaden – dürfen einige Händler drei Tage lang ihre Waren verkaufen. Foto: Simon Granville/Simon Granville
Im vorderen Hof des Schlosses – hier bei den Leuchtenden Traumpfaden – dürfen einige Händler drei Tage lang ihre Waren verkaufen. Foto: Simon Granville/Simon Granville

Ein knappes Dutzend Händler, die beim Ludwigsburger Barock-Weihnachtsmarkt ihre Waren angeboten hätten, dürfen jetzt im vorderen Schlosshof drei Tage lang verkaufen.

Ludwigsburg: Susanne Mathes (mat)
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Ludwigsburg - Ein dreitägiger Pop-up-Warenverkauf soll einen kleinen Teil der Verluste abfedern, den die Beschicker des abgesagten Barock-Weihnachtsmarktes erleiden. Vom Donnerstag, 2. Dezember, bis Samstag, 4. Dezember, können etwa zehn Händlerinnen und Händler jeweils zwischen 11 und 18 Uhr ihre Waren zum Verkauf anbieten – allerdings ohne dass es ein gastronomisches oder sonstiges Zusatzangebot gibt, das zum Verweilen einlädt. Es gelte das Prinzip „to go“, kündigt Tourismus & Events Ludwigsburg zu der Aktion an.

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„Die schmerzliche Absage des Weihnachtsmarktes hat mich sehr betroffen gemacht, aber auch direkt Überlegungen in Gang gesetzt, was wir tun können, um zu helfen“, erklärt Stephan Hurst, der Leiter der Ludwigsburger Schlossverwaltung. Ein Anruf bei Tourismusmanager Elmar Kunz von Tourismus & Events, und die Idee sei geboren gewesen. Eine Blitzumfrage unter den Händlerinnen und Händlern des abgesagten Weihnachtsmarktes habe ein positives Feedback ergeben.

Mario Kreh: „Das ist gelebte Solidarität“

„Neben dem Online-Weihnachtsmarkt auf unserer Website Visit Ludwigsburg besteht für die Händlerinnen und Händler, die sich auf unsere Abfrage gemeldet haben, jetzt eine weitere attraktive Möglichkeit, um ihre Ware in diesem besonderen Ambiente anzubieten“, sagt Mario Kreh, der Geschäftsführer von Tourismus & Events. Für die Kooperation mit dem Residenzschloss hat er viel Lob übrig: „Das großartige Angebot von Stephan Hurst, diese Pop-up-Aktion zu ermöglichen, ist gelebte Solidarität und ein herausragendes Beispiel für den Schulterschluss zwischen Partnern.“

Improvisation mit erfolgreichem Ergebnis

Für die Händler falle keine Standgebühr an, sagt Kreh. „Wir mussten wegen des kurzen Zeitfensters improvisieren, der Pop-up-Verkauf ist auch ganz bewusst kein Budenzauber wie bei einem klassischen Weihnachtsmarkt.“ Besucher könnten nach Herzenslust stöbern und einkaufen, ermutigt er potenzielle Flaneure. Sie sollten dann aber das Gelände wieder verlassen.

Angeboten wird ein Sortiment von abgepackten Spezialitäten über Kunsthandwerk und Deko- bis hin zu Geschenkartikeln. Eine Übersicht über die beteiligten Händler und ihr Angebot gibt es auf der Website von Visit Ludwigsburg. Der Warenverkauf ist nur mit einem Hygienekonzept möglich. Kontrolliert wird auf Basis der 3-G-Regel oder den bis dato aktuellen Bestimmungen für den Einzelhandel.




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