Abschied im Ludwigsburger Waldhaus Die „Halli Galli Drecksauparty“ ist vorbei: Die Band Kniffler’s Mum hört auf

Von Sandra Dambacher-Schopf 

Mit ihrem Hit „Halli Galli Drecksauparty“ wurde die Band Knifflers Mum zum Festivalkracher. Jetzt hören die Jungs auf. Ein Abschiedskonzert gibt es an diesem Samstag in der Villa Barock und eine After-Show-Party im Waldhaus.

Ludwigsburg - Die Band Kniffler’s Mum gibt am Samstag, 21. Oktober, um 18 Uhr ihr Abschiedskonzert in der Villa BarRock in Ludwigsburg. Das ist allerdings bereits ausverkauft. Für die anschließend Aftershowparty im Waldhaus in Ludwigsburg gibt es noch Karten an der Abendkasse. Auch dabei gibt es die Hits von Von „Butterbrot & Oldtimer“ über „Nie Wieder“ und „Deine Mum“ bis zu „Halli Galli Drecksau Party“ zu hören. Dazu geht die Band an den Ort zurück, wo nicht nur eines ihrer ersten Konzerte statt fand, sondern wo vor fast zehn Jahren auch die ersten gemeinsamen Songs geschrieben wurden.

Noch im Frühjahr Pläne für drittes Album gemacht

Noch im Frühjahr hat die Band Pläne für ein drittes Album geschmiedet, doch jetzt ist alles vorbei. Der Frontmann Chris Rall wandert in die USA aus. „Wir sind erwachsen geworden“, sagt er. Das Leben der fünf Mitglieder der Ludwigsburger Band bestehe für sie nicht mehr nur aus Teenage-Dirth-Rap, wie sie ihren frechen Crossover-Stil mit Sprechgesang einst getauft haben. Schon im Jahr 2016 ist der zweite Frontmann Tim Gottheil ausgestiegen. „Der ist auch zu erwachsen geworden“, sagt Bandmitglied Sebastian Brocke. Das zweite Album „Backstage schmeckts’s am besten“, hat Kniffler’s Mum Ende 2016 bereits ohne Gottheil veröffentlicht. Schon in dieses Album sind neben klassischen Festivalkrachern erwachsenere und nachdenklichere Titel als auf ihrer ersten CD „Mein Kind ist das schönste“ zu hören.

Mehr als 150 Live-Auftritte

„Wir haben zusammen gespielt, seit wir alle so ungefähr 16-Jahre alt waren“, sagt Chris Rall. Jetzt sind alle fast zehn Jahre älter. Die Erinnerung an die mehr als 150 Live-Shows mit Open-Air-Auftritte – wie beim Horber Mini-Rock-Festival oder vor der jubelnde Menge im Waldhaus – bleibt.

Bis zum Schluss hat die Band ihre Texte selbst geschrieben und in ihrem Ludwigsburger Probe-Kabuff selbst vertont. Nun wird es Zeit für Veränderung. Frei nach dem Titel eines ihrer Songs vom zweiten Album: „Ich leb’ mein Leben bunt.“