Abschied vom H7 Mieter ziehen aus

Der Countdown für den Club Rocker 33 läuft.  Foto: Sorg 4 Bilder
Der Countdown für den Club Rocker 33 läuft. Foto: Sorg

Am Donnerstag muss das H7 geräumt sein. Inzwischen lassen Sicherheitskräfte nur noch die Mieter des H7 ins Gebäude. Alle anderen müssen draußen bleiben.

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Stuttgart - Die Frau mit dem lindgrünen Protest-Button blickt von der Rolltreppe hinauf zum H7. "Ich will mir das Gebäude nochmal anschauen, bevor es abgerissen wird", sagt sie. Auch im Innenhof wolle sie sich noch einmal umsehen. "Das ist schon traurig, dass hier soviel abgerissen wird", sagt sie. Doch die ältere Dame kommt nicht weit. Vor dem Eingang des H7 steht ein Mann vom Sicherheitsdienst. Wer kein Mieter des H7 ist, darf die alte Bahndirektion nicht mehr betreten. Rein kommt nur, wer auszieht. Bis Donnerstag müssen die H7-Mieter die alte Bahndirektion geräumt haben, dann schließen sich die Türen des Kreativzentrums an der Heilbronner Straße. Die Angst der Deutschen Bahn vor einer Hausbesetzung scheint tatsächlich groß zu sein, seit einigen Tagen ist ein Sicherheitsdienst im Haus unterwegs und kontrolliert wer ein-und ausgeht.

Abschiedsparty am Samstag im Rocker 33

Im Innenhof stapeln sich Stühle, ein Umzugswagen fährt vor. Die Aufzüge werden mit Kisten beladen und Büros ausgekehrt. Der Abschied vom H7 ist nicht nur nah, er ist da. Am Samstag feiert der Club Rocker 33 seine Silvesterparty, es ist gleichzeitig eine Abschiedsparty nach mehr als sechs Jahren in der alten Bahndirektion. Die Tickets, die es dafür im Internet zu kaufen gab, sind bereits alle weg. An der Abendkasse wird es am Samstag aber noch weitere Karten für die Partygäste geben.

Es scheint, als würden die Clubbetreiber des Rocker 33 ihren Laden noch ein letztes Mal richtig voll kriegen. Von Januar an wird dann im Filmhaus gefeiert. Zunächst firmiert der Club dort unter dem Namen "Camping", während des laufenden Clubbetriebs wird noch renoviert. Im April soll dann das Rocker 33 offiziell wiedereröffnet werden.

Viele andere Mieter sind in die nahe Ossietzkystraße gezogen, andere in die ehemalige Berlitz-School direkt neben dem H7. Die Büros müssen noch umgebaut werden, doch die meisten brauchten zunächst einen Platz um Schreibtisch und Kartons abzustellen. Gestrichen und renoviert wird dann nach dem Umzug im Januar. Für viel mehr als Bürosuche und Umzug blieb den meisten H7-Mietern in den vergangenen drei Wochen keine Zeit.




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