Action-Painting Neuer Pop-up in Stuttgart: Farbschlacht mit Freunden
Egal ob Geburtstag, JGA oder Teamevent – im neuen Pop-up am Olgaeck kann man sich und Leinwände mit Farbe bespritzen. Wir waren dort.
Egal ob Geburtstag, JGA oder Teamevent – im neuen Pop-up am Olgaeck kann man sich und Leinwände mit Farbe bespritzen. Wir waren dort.
Der 1912 geborene Künstler Jackson Pollock machte seine Leinwände zu Aktionsfeldern. Mit seiner sogenannten Drip-Technik, bei der er die Farbe tröpfelte, goss, spritzte und schleuderte, ohne dabei die Leinwand zu berühren, prägte er den Begriff des Action-Painting. Nun gibt es in Stuttgart einen Pop-up, der sich genau mit dieser Maltechnik beschäftigt.
Seit November ist Artbeat Stuttgart in der Charlottenstraße, direkt am Olgaeck, geöffnet. Geburtstage, Junggesellenabschiede, Freunde oder Einzelpersonen können dort hinkommen, um gemeinsam zu malen. Eine Stunde für zwei Personen kostet 100 Euro. Das Besondere dabei: Es darf auch etwas daneben gehen. Der Anspruch ist hier nicht, Kunstwerke à la Jackson Pollock zu entwerfen. Viel mehr steht der Spaß im Vordergrund.
Teilnehmende bekommen Schutzanzug, Überschuhe und Handschuhe an. So auch Kim und Julian, die sich an diesem Abend an die Leinwand wagen. Nachdem sie die Anzüge angezogen haben, geht es in einen für sie vorbereiteten Raum. Boden und Wände sind mit Malerfleece verkleidet, die Decke ist mit einer Plastikfolie abgehängt. In einem Eck stehen Acrylfarben und Hilfsmittel wie Pinsel, Farbwalzen, Wasserspritzpistolen und Ketten bereit. Nach einer kurzen Einführung geht es los.
Erst zögerlich, dann immer mutiger greift das junge Paar zur Farbe. Während Kim einen hellblauen Hintergrund mit einzelnen Farbspritzern malt, geht es bei Julian kunterbunt zu. Als die Stunde vorbei ist, stellen sie überrascht fest: „Die Zeit verging wie im Flug!“ Spaß habe es gemacht, vor allem nach einem anstrengenden Arbeitstag im Büro. „Da kann man direkt seine Aggressionen abbauen“, sagt Kim und lacht.
Die Idee zu Artbeat stammt von Corinna Kalkbrenner, Stefanie Weiß und Julian Seifert. Die drei Freunde tüftelten schon länger an einer gemeinsamen Geschäftsidee, die sie nebenberuflich starten konnten. Zunächst stand ein sogenannter Rage Room im Raum, also ein kommerziell betriebener Ort, an dem Menschen ihrer Wut, ihrem Stress und Frust freien Lauf lassen können, indem sie Gegenstände wie Geschirr und Möbel mit Baseballschlägern zerstören. Das war jedoch schwieriger als gedacht. Welcher Vermieter will schon seine Immobilie zerschlagen lassen?
Schließlich kam die Idee zum Action Painting. „Wir hatten das selbst noch nie gemacht, aber das gibt es in Stuttgart noch nicht und man kann so auch gut abschalten und sich austoben, ähnlich wie in einem Rage Room“, sagt Julian.
Die Raumsuche erwies sich als schwierig. In der Charlottenstraße wurde das Trio schließlich fündig. In den Räumlichkeiten eines ehemaligen Solariums können sie bis Ende Februar ihre Geschäftsidee testen. „Und danach, mal schauen. Unser großer Traum wäre ein festes Studio in der Innenstadt.“
Artbeat Stuttgart, Charlottenstr. 21B, Stuttgart-Mitte, Termine nach Buchung