Mit Beginn der Adventszeit beginnt auch die Hochblüte der Weihnachtssterne. Überall sind sie zu haben und leuchten vor allem rot. Doch was gilt es bei der Pflege zu beachten?
Sie stehen für die vorweihnachtliche Stimmung, die Weihnachtssterne. Mit ihren meist leuchtend roten Farben zaubern die Pflanzen im Winter zu Hause eine warme Atmosphäre. Nicht immer ist der Blüten- und Blattzauber von Dauer. Wie gelingt es, diese Pflanze, die eigentlich aus Mittelamerika stammt, richtig zu halten und zu pflegen? Da gibt es einige Grundregeln. Die kennt Wilhelma-Gärtnermeister Oliver Frank.
Weihnachtssterne vertragen keine Staunässe
„Weihnachtssterne sind sehr empfindlich gegen Zugluft – dann verlieren sie ihre Blätter. Das sollte man beim winterlichen Lüften unbedingt berücksichtigen“, so Frank. Beim Gießen oder beim Transport der Pflanzen müsse man vorsichtig sein, da die Triebe leicht abbrechen. Zudem vertragen Weihnachtssterne keine Staunässe. Dann faulen die Wurzelspitzen nämlich ab und die Pflanze welkt. Also nicht zu viel des Guten tun und die Pflanzen zu viel wässern.
Übrigens können die Weihnachtssterne einfach weiter am Leben gehalten werden, auch nach den Feiertagen noch. Frank rät, die Pflanzen nach der Weihnachtszeit einfach weiter zu pflegen, auch wenn sie die Blätter abwerfen. Die Weihnachtssterne können dann von Frühjahr bis in den Herbst in den Garten gebracht werden. Dabei sollten die Temperaturen nicht unter 15 Grad Celsius fallen.
Später im Jahr müssen die Weihnachtssterne dann wieder in die Wohnung, wenn es im Herbst kühler wird. Und da gilt dann: Die zunächst grünen Hochblätter färben sich nur dann pünktlich zu Weihnachten um, wenn die Pflanze mindestens zwölf Stunden pro Tag im Dunkeln steht. Frank rät: den Weihnachtsstern ab Oktober am frühen Abend mit einem lichtundurchlässigen Tuch abdecken oder die Pflanze in ein dunkles Zimmer stellen.
Die bunten Blättter der Weihnachtssterne, die auch Poinsettie heißen, sind übrigens nicht die Blüten. Es handelt sich um so genannte Hochblätter, die nicht nur charakteristisch gefärbt, sondern auch sternförmig angeordnet sind – und daher den Eindruck von Blüten vermitteln. Sie dienen dazu, Insekten anzulocken. Die eigentlichen Blüten sind klein und unscheinbar grün-gelblich in der Mitte des Sterns aus Hochblättern. Etwa 200 Exemplare aus rund 20 verschiedenen Sorten an Weihnachtssternen sind noch bis Januar in der Wilhelma in der historischen Gewächshauszeile in einem separaten Schauhaus zu sehen. Sie ist über eine Seitentür des Kamelienhauses zugänglich.