Ägypten und der Iran streben eine Normalisierung ihrer seit Jahrzehnten angespannten Beziehungen an. Die Außenminister beider Länder stimmten überein, „dass es wichtig ist, die bilateralen Beziehungen auszubauen“.

Ägypten und der Iran streben eine Normalisierung ihrer seit Jahrzehnten angespannten Beziehungen an. Die Außenminister beider Länder stimmten überein, „dass es wichtig ist, die bilateralen Beziehungen auszubauen, um alle noch offenen Fragen zu lösen und die Beziehungen wieder zu normalisieren“, hieß es in einer am Mittwoch vom ägyptischen Außenministerium veröffentlichten Erklärung. 

 

Zuvor hatten der ägyptische Außenminister Samih Schukri mit seinem iranischen Interims-Kollegen Ali Bagheri telefoniert. Dabei habe Schukri auch die von den USA unterstützten Bemühungen Katars und Ägyptens für eine Vereinbarung über eine Waffenruhe im Gazastreifen erörtert. 

Beziehungen zwischen Kairo und Teheran seit 1979 angespannt

Der Iran bemüht sich seit längerem, die Beziehungen zu den arabischen Staaten in der Region nach jahrzehntelangen Spannungen zu verbessern. Im März 2023 unterzeichnete der Iran ein entsprechendes von China vermitteltes Abkommen mit Saudi-Arabien. 

Die Beziehungen zwischen Kairo und Teheran waren seit der Islamischen Revolution 1979 angespannt, aber nie ganz abgebrochen. In den vergangenen Monaten hatten sich die Kontakte wieder vertieft. Nach dem Hubschrauber-Absturz des iranischen Präsidenten Ebrahim Raissi hatte der ägyptische Präsident de Iran sein Beileid ausgesprochen.