Die Stadt Ditzingen muss sparen. Der Gemeinderat hat aber einen Vorschlag der Verwaltung abgelehnt, die Förderung für das Hospiz in Leonberg um 50 Prozent zu kürzen.

Ludwigsburg: Franziska Kleiner (fk)

Die Stadt Ditzingen kürzt den Zuschuss für das Leonberger Hospiz. Im Rahmen der Haushaltskonsolidierung wird die Förderung auf 8000 Euro reduziert. Das ist aber eine deutlich geringere Reduktion, als die Verwaltung zunächst beantragt hatte. Sie wollte den Zuschuss um 50 Prozent kürzen. Der Hospizverein sollte demnach von kommenden Jahr an statt 10 000 Euro künftig 5000 Euro erhalten.

 

Räte machen sich für das Hospiz in Leonberg stark

Den Stadträten war das im Ausschuss für Finanzen, Kultur und Soziales eine zu hohe Kürzung. Sie reduzierten den Zuschuss von Ditzingen um 2000 Euro, beschlossen also eine künftige Förderung in Höhe von 8000 Euro. Oberbürgermeister Michael Makurath schloss sich dem Votum an. Frank Hagenlocher (Freie Wähler) hatte argumentiert, dass man sich vor Augen halten solle, wo man über 5000 Euro gar nicht diskutieren würde. Er zeigte sich überrascht über die vorgeschlagene Größenordnung.

Die Stadt unterstützt den Hospizverein seit 2004 mit einem jährlichen Zuschuss in Höhe von 10 000 Euro. Weil die Einnahmen der Stadt wegbrechen und die Kommune in allen Bereichen sparen muss, stellte sie auch diesen Zuschuss zur Diskussion.

90 Patienten aus Ditzingen im stationären Hospiz Leonberg

Die Ditzinger Verwaltung hatte mit dem Hospizverein vorab Kontakt aufgenommen, um die voraussichtliche Reduzierung des Zuschusses anzukündigen und die aktuelle Situation zu erfragen.

Der Verein habe demnach explizit für die bisherige Unterstützung gedankt, insbesondere auch für einen Baukostenzuschuss in Höhe von 40 000 Euro. Der Verein bat – wenn überhaupt – um eine Reduktion um maximal die Hälfte auf 5000 Euro.

Von 1999 bis 2022 waren laut der Stadt insgesamt 90 Patienten aus Ditzingen im stationären Hospiz Leonberg. Die Kommunen Weissach, Gerlingen, Rutesheim und Leonberg unterstützen den Verein ebenso.