Ärger in Leinfelden-Echterdingen Flixbus-Fahrer ignoriert Parkverbot weiterhin

Von ana 

Der Ton wird rauer: Immer wieder parkt ein Flixbus in einem Wohngebiet von Leinfelden-Echterdingen. Das darf er so aber gar nicht. Nun hat das Unternehmen für Fernbusreisen einen deutlichen Brief von den Fildern bekommen.

Eigentlich dürfte der Flixbus mit italienischem Kennzeichen nicht in Oberaichen parken. Warum tut er’s doch? Foto: dpa
Eigentlich dürfte der Flixbus mit italienischem Kennzeichen nicht in Oberaichen parken. Warum tut er’s doch? Foto: dpa

Oberaichen - Der Ärger um einen geparkten Flixbus an der Hans-Holbein-Straße in Oberaichen mag nicht zur Ruhe kommen. Wie berichtet, steht seit längerer Zeit immer wieder ein grüner Fernreisebus mit italienischem Kennzeichen am Straßenrand des Teilorts. Das stört Anwohner, weil der Bus ihnen Parkplätze versperrt.

An der Hans-Holbein-Straße darf man werktags zwischen 8 und 18 Uhr nur zwei Stunden mit ausgelegter Parkscheibe stehen. Doch dies scheint den oder die Busfahrer der Firma Flixbus nicht zu kümmern. Nun legt die CDU-Stadträtin Ilona Koch nach. In einem Schreiben an Flixbus kritisiert sie den parkenden Bus heftig. Die Tatsache, dass der Bus dort nicht stehen dürfte, werde „schlichtweg ignoriert. Diese permanenten Verstöße Ihres Unternehmens sind schlichtweg nicht akzeptabel“, schreibt Koch. Sie bittet das Unternehmen, „dringend auf Ihren Partner aus Italien einzuwirken“.

Koch nennt zudem zwei Orte, an denen Fernreisebusse nahe des Flughafens abgestellt werden können: am Busterminal am Airport und auf Busparkplätzen in Leinfelden-Echterdingen. „Das behindernde Parken in Wohngebieten ist nicht notwendig und führt zu großer Verärgerung“, schreibt die CDU-Stadträtin. Sollte sich an der Praxis in Oberaichen nichts ändern, werde sie die Sache an die große Glocke hängen, droht sie, und zwar „weit über die Grenzen des Landkreises Esslingen und der Region Stuttgart hinaus“.

Flixbus reagiert verwundert darauf, dass der Bus nach wie vor im Wohngebiet von Oberaichen parkt. Man habe versprochen, sich um die Angelegenheit zu kümmern, sagt ein Sprecher auf Nachfrage unserer Zeitung. „Genau das tun wir gerade.“ Flixbus müsse allerdings zunächst die Hintergründe recherchieren.