Ärger in Stuttgart-Birkach Busstopp: Frust über Änderung nicht versandet

Von ana 

Die Menschen in Stuttgart-Birkach haben ihren Ärger nicht vergessen: Sie fangen nichts an mit dem neuen Namen einer Bushaltestelle und wollen, dass er wieder geändert wird. Es gibt allerdings ein Problem.

Seit Dezember gilt der Name.Foto: Sägesser

Birkach - Die Birkacher sind nach wie vor gegen den Namen „Lerchenwiesen“ an einer Bushaltestelle an der Aulendorfer Straße. Das wurde bei der jüngsten Sitzung des Bezirksbeirats deutlich. Die Lokalpolitiker warten seit Ende 2017 auf eine Reaktion der Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) und haben nun daran erinnert. Der Name „Lerchenwiesen“ gilt seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2017 und war bei den Birkachern auf heftige Kritik gestoßen. Niemand könne etwas mit dem Namen anfangen, der Wunsch von Bürgern und Lokalpolitikern: dass der Name Pallotti in irgendeiner Form wieder aufs Haltestellenschild kommt. Bis Dezember 2017 hieß der Busstopp „Pallottikirche“. Weil die Kirche Ende 2017 abgerissen worden ist, haben die SSB den Namen geändert. Da anstelle der Kirche ein Wohnquartier namens Pallotti gebaut wird, sehen die Birkacher keinen Anlass, den Begriff „Pallotti“ vom Bushäuschen zu tilgen.

Bei der Sitzung des Bezirksbeirats erinnerte der CDU-Vertreter Werner Schmückle an den Antrag. Bisher habe sich die SSB nicht gerührt. Die Bezirksbeiräte äußerten die Sorge, dass die Zeit knapp werden könne, die Vorbereitungen für den neuen Fahrplan liefen sicher schon. Gegenüber unserer Zeitung hatte die SSB Ende 2017 erklärt, der Name könne – wenn überhaupt – erst zum nächsten Fahrplanwechsel, also im Dezember 2018, erneut geändert werden.

Ob daraus etwas wird, ist unklar. Der Antrag aus Birkach liege vor, sagt die SSB-Sprecherin Birte Schaper nun. „Und wir werden ihn beantworten.“ Es gebe aber ein Problem. An der Aulendorfer Straße gebe es derzeit nichts, das den Namen Pallotti trage. Das künftige Wohngebiet ist eine Brachfläche. „Man braucht irgendetwas, nach dem eine Bushaltestelle benannt ist“, sagt Schaper. „Wir müssen Orientierung und Verortung bieten. Wir können Haltestellen nicht aus dem Nichts benennen.“ Da das Pallotti-Quartier nicht bis Ende 2018 fertig sein wird, ist fraglich, ob der Wunsch der Birkacher zeitnah erfüllt wird.