Ärger um Radweg Roßwälden-Hochdorf Klassische Provinzposse

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Hochdorf sollte den Radweg nach Roßwälden genauso ausbauen wie der Nachbarort, denn die Schlaglochpiste und die Straße sind zu gefährlich.

Eine Provinzposse droht, sollte der Ausbau des Radwegs an der Ortsgrenze enden. Foto: dpa/Sebastian Gollnow
Eine Provinzposse droht, sollte der Ausbau des Radwegs an der Ortsgrenze enden. Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Ebersbach/Hochdorf - Radfahren macht Spaß und ist gut für die Umwelt. Viele Kommunen und Kreise bauen deshalb die Infrastruktur für Radler aus. Aber dass es dazu ein koordiniertes Radwegenetz braucht, das die Lücken schließt und Radlern ein durchgängig befahrbares, sicheres Wegenetz bietet, scheint zumindest in Hochdorf im Kreis Esslingen noch nicht ganz angekommen zu sein.

Zwischen Freizeit- und Berufsradlern zu unterscheiden ist unsinnig

Während der Nachbarort Ebersbach-Roßwälden seinerseits endlich loslegt und den ortsverbindenden Radweg auf seiner Markung saniert, ziert sich Hochdorf. Das Thema bietet schon jetzt genug Stoff für eine klassischen Provinzposse, wenn – wie es sich abzeichnet – der nur wenige Hundert Meter messende Ausbau des Weges tatsächlich an der Ortsgrenze enden wird, die gleichzeitig auch die Kreise Göppingen und Esslingen scheidet.

Es ist überdies völlig unverständlich, dass der Hochdorfer Bürgermeister Gerhard Kuttler zwischen Freizeitradlern und Berufspendlern auf dem Rad unterscheidet, denn sichere Wege brauchen alle Radler. Wenn die Kommune weiterhin auf den völlig unbestimmten Ausgang von Grundstücksverhandlungen setzt, macht sie den Radfahrern das Leben unnötig schwer. Denn die haben auf der Strecke nur die Wahl zwischen Pest und Cholera: Wer der maroden Schotterpiste ausweichen möchte, dem bleibt nur die viel befahrene und gefährliche Alternativstrecke über die Kreisstraße – unzumutbar.