Seit Langem wabert ein ekelhafter Gestank durch Teile von Leonberg. Einige haben die Firma Geze als Verursacherin in Verdacht. Nun äußert sich das alteingesessene Unternehmen.
Der Gestank im Südwesten Leonbergs bleibt weiter ein Thema in der Stadt. Da zahlreiche Betroffene bei ihren Berichten über die Geruchsbelästigung die Firma Geze als Verursacherin in Verdacht haben, bezieht das im Gewerbegebiet Brennerstraße ansässige Unternehmen nun auf Anfrage unserer Zeitung Stellung.
Geze betont: „Nehmen Anliegen unserer Nachbarinnen und Nachbarn sehr ernst“
„Als Unternehmen, das seit Jahrzehnten in Leonberg ansässig ist, nehmen wir die Anliegen unserer Nachbarinnen und Nachbarn sehr ernst“, heißt es in dem Statement. Im aktuellen Fall zu den Geruchswahrnehmungen im Gewerbegebiet Brennerstraße unterstütze man die zuständigen Behörden „selbstverständlich bei deren Untersuchungen transparent und konstruktiv“.
Und weiter: „Die Gewerbeaufsicht des Landratsamts Böblingen hat gemeinsam mit dem Katastrophenschutz der Stadt Leonberg unseren Standort, ebenso wie die Standorte vieler anderer Unternehmen, mehrfach seit Juni 2025 überprüft.“ Dabei seien die Verwaltungs- und Produktionsgebäude sowie relevante Betriebsprozesse kontrolliert worden. „Nach Auskunft der Behörden ergaben die Kontrollen keine Beanstandungen und keine Hinweise darauf, dass von unserem Standort Geruchsbelästigungen oder sonstige Beeinträchtigungen der Umweltqualität ausgehen.“ Diese Ergebnisse entsprächen auch den regelmäßigen Prüfungen des Geze-eigenen Umwelt- und Qualitätsmanagements. „Denn der Schutz unserer Mitarbeitenden, Umwelt und Nachbarschaft hat für uns höchste Priorität.“
Geze kommt daher zu dem Schluss: „Die bisherigen Prüfergebnisse liefern somit keine Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen unserem Betrieb und den gemeldeten Geruchswahrnehmungen im Gewerbegebiet Brennerstraße.“
Betroffene dürften nach Geze-Statement ernüchtert sein
Somit dürften die Betroffenen zunächst ernüchtert zurückbleiben – zumal die Stadt Leonberg jüngst verkündet hat, dass „die Handlungsmöglichkeiten vor dem Hintergrund derzeitiger Erkenntnislage ausgeschöpft“ seien.
Immerhin bleibt eine Erkenntnis: Laut Untersuchungen ist der Gestank wohl nicht giftig. Man darf jedoch davon ausgehen, dass in der Angelegenheit trotzdem das letzte Wort noch nicht gesprochen ist.