AfD in Weil der Stadt Markus Frohnmaier will in den Gemeinderat

Von Florian Mader 

Der AfD-Bundestagsabgeordnete kündigt seine Kandidatur für die Kommunalwahl am 26. Mai an.

Frohnmaier  will ins Weiler Rathaus. Auf dem davor Marktplatz hat unser Fotograf ihn für die Bundestagswahl porträtiert Foto: factum/Weise
Frohnmaier will ins Weiler Rathaus. Auf dem davor Marktplatz hat unser Fotograf ihn für die Bundestagswahl porträtiert Foto: factum/Weise

Weil der Stadt - Die AfD will in den Gemeinderat von Weil der Stadt einziehen. Das kündigt die Partei am Dienstag per Pressemitteilung an. Auf Platz 1 der Liste will der Bundestagsabgeordnete Markus Frohnmaier, der in Schafhausen lebt, selbst für das städtische Gremium kandidieren. Zweiter Kandidat ist der AfD-Ortsverbandsvorsitzende Stefan Gruber aus Merklingen. Es gebe noch einen dritten Kandidaten, der für den Hauptort Weil der Stadt antritt, dessen Name aber noch nicht verraten wird, heißt es auf Nachfrage.

Markus Frohnmaier erklärt die Gemeinderatskandidatur im Gespräch mit unserer Zeitung zur „Herzensangelegenheit“. „Uns geht es darum, dass wir auch hier vor Ort aktiv sind“, sagt der 28-Jährige. Für ihn selbst ist das eine Premiere. Nach Ämtern als Bundesvorsitzender der AfD-Nachwuchsorganisation „Junge Alternative“, als Pressesprecher für Frauke Petry und später für Alice Weidel und nach seinen Kandidaturen für den Landtag 2016 (erfolglos) und für den Bundestag 2017 (erfolgreich) will er sich nun zum ersten Mal auch auf kommunaler Ebene einbringen. „Ja, auf Ebene der Gemeinde habe ich noch nie Politik gemacht“, bestätigt Frohnmaier. „Es ist mir wichtig, auch dort Politik zu machen, wo ich lebe.“

Eine Alternative vor Ort

Im Bundestag in Berlin wolle er natürlich trotzdem bleiben, trotz der zeitlichen Beanspruchung. „Ich wäre nicht der erste, der zugleich im Bundestag und in einem Gemeinderat sitzt“, sagt der Schafhausener. „Es ist mir wichtig, zu zeigen, dass wir vor Ort eine Alternative bieten.“

Auch die Pressemitteilung, die Frohnmaiers Bundestagsbüro am Dienstag versandt hat, gibt diese AfD-Rhetorik wieder. Von den „Altparteien“ wolle man sich absetzen, heißt es da: „Im Unterschied zu den Altparteien wollen wir wieder die Interessen der einheimischen Bürger, die schon lange hier leben, in den Mittelpunkt unserer kommunalpolitischen Arbeit stellen.“