AfD Kritik an sprachlicher Grenzverschiebung

Von red/dpa 

AfD-Vorsitzende Frauke Petry sorgt mal wieder für Kritik. Sie hatte für die Rehabilitierung des Begriffs „völkisch“ plädiert.

AfD-Vorsitzende Frauke Petry erntet mit ihren Äußerungen mal wieder Kritik. Foto: dpa
AfD-Vorsitzende Frauke Petry erntet mit ihren Äußerungen mal wieder Kritik. Foto: dpa

Berlin - Die AfD-Vorsitzende Frauke Petry hat mit ihrem Vorstoß für eine Rehabilitierung des Wortes „völkisch“ für Kopfschütteln gesorgt. SPD-Generalsekretärin Katarina Barley sprach am Montag von einer kalkulierten Provokation. Sie sagte: „Dieser Begriff „völkisch“, der stammt natürlich aus der Rassenideologie des Nationalsozialismus, und so muss man das auch einordnen.“

Petry, auch AfD-Fraktionschefin in Sachsen, hatte am Wochenende gefordert, der Begriff „völkisch“ sollte positiv aufgeladen werden. Es sei „eine unzulässige Verkürzung“, wenn gesagt werde, der Begriff sei rassistisch, sagte sie der „Welt am Sonntag“.

Grünen-Chefin Simone Peter widersprach: Der Begriff habe nichts mit volksnah zu tun, sondern sei rassistisch und gehöre nicht in die politische Debatte. Alle demokratischen Parteien seien gefragt, sich dem klar entgegen zu stellen: „Das kann in keinster Weise hingenommen werden.“

Bernd Lucke von der AfD-Abspaltung Alfa sagte, die AfD zerstöre mit derartigen Äußerungen den „Grundkonsens in der deutschen Gesellschaft“. Petry warf er vor, sie mache aus Machtkalkül immer mehr Zugeständnisse „gegenüber dem rechten Rand der Partei“. Lucke hatte die AfD wegen rechtsnationaler Tendenzen Mitte 2015 verlassen und die Partei Alfa gegründet.




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