Frauke Petry wird vom AfD-Bundesvorstand Datendiebstahl vorgeworfen. Der AfD-Bundesvorstand möchte die ehemalige Parteivorsitzende deswegen verklagen. Nach ihrem Austritt aus der AfD kursieren Gerüchte, Petry wolle eine eigene Partei gründen.

Berlin - Der AfD-Bundesvorstand wirft der früheren Parteivorsitzenden Frauke Petry Datenklau vor und will sie deswegen verklagen. Parteisprecher Christian Lüth bestätigte auf AFP-Anfrage am Freitag einen entsprechenden Bericht des Magazins „stern“. Die AfD vermutet demnach, dass Petry sich am „Parteimanager“ bedient hat, dem Programm, mit dem die AfD ihre Mitgliederdaten verwaltet. Darin seien die Anschriften und Telefonnummern von knapp 30.000 AfD-Mitgliedern gespeichert. Diese könnten für Petry von hohem Wert sein, wenn sie eine Konkurrenzpartei aufbauen wolle, heißt es in dem Bericht. Petry hatte am Tag nach der Bundestagswahl ihren Austritt aus der AfD-Fraktion bekanntgegeben.

Wenige Tage später trat sie auch aus der Partei aus. Auch ihr Ehemann Marcus Pretzell, der AfD-Fraktionschef in Nordrhein-Westfalen war, kehrte der Partei den Rücken. Seitdem sondiert das Paar Möglichkeiten eines politischen Neuanfangs.